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#61
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Strahlenfehlalarm nach Bes...
Letzter Beitrag von NoLi - 30. März 2025, 18:33
https://www.blick.ch/schweiz/grosseinsatz-wegen-brechdurchfall-in-pieterlen-be-strahlenfehlalarm-nach-besuch-am-cern-id20730153.html

https://www.blick.ch/schweiz/bern/raststaette-gesperrt-norovirus-notfall-in-pieterlen-be-18-car-passagiere-landen-im-spital-id20699232.html

Was das Radiologische in diesem Fall angeht, braucht man sich nur die Kommentare ("Vox Populi") zu den beiden Artikeln ansehen. Nur zwei Kommentare sind objektiv:

"Ryan Kand
15:34 Uhr
Bekanntlich kommen die vielen Besucher am Cern gar nicht in die Nähe des Gebäudes, wo die radioaktivem Elemente des Teilchenbeschleunigers untergebracht sind. Dort kommen nur qualifizierte Wissenschaftler hinein. Besucher können nur die grosse Steuerungszentrale der Anlage besuchen. Werktags besuchen mehrere tausend Leute täglich das Cern. Wären irgendwo Probleme mit den radioaktiven Anlagen gewesen, wäre garantiert das ganze Cern evakuiert worden. Da hat wohl der alarmierte Feuerwehrstützpunkt ziemlich viel Nachhilfe nötig.
"

"Arnold Sommerhalder
10:31 Uhr
Unwissenheit der Verantwortlichen Leute der Feuerwehr und Polizei führen zu solch Aktionen. Wissen Sie Hr. Casablanca, es ist traurig dass man schon mit dem Wort Strahlen und Atom soviel Panik und Angst verbreiten kann und es leider auch macht.
"

Die restlichen Kommentare spiegeln das Ihre wieder...

Norbert
#62
Gamma-Spektroskopie / Aw: Software: GeigerLog kann j...
Letzter Beitrag von NoLi - 30. März 2025, 17:53
Zitat von: ullix am 30. März 2025, 13:32...
Ich hätte aber erwartet, dass der Backscatter Peak stärker "verschmiert" is.
...
Das hängt von der Präparateumhüllung und/oder Präparatehalterung ab. Wie sieht dieses bei dir aus?

Norbert
#63
Szintillatoren / Aw: Hochspannungsnetzteil
Letzter Beitrag von DL8BCN - 30. März 2025, 15:51
Oder man hat Glück, wie ich:
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,2684.0.html
Also immer mal wieder schauen, bei den Gebrauchtgeräten bei
den Onlinebörsen.
#64
Gamma-Spektroskopie / Aw: Software: GeigerLog kann j...
Letzter Beitrag von ullix - 30. März 2025, 13:32
Danke. Hab's nachgerechnet, und ja, energetisch kommt es gut hin.

Ich hätte aber erwartet, dass der Backscatter Peak stärker "verschmiert" is. Aber in diesem Spektrum finde ich FWHM=50keV für des Main Peak, und 51keV für den BS Peak. Das ist für mich identisch. Sollte der BS Peak nicht deutlich breiter sein?

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#65
Thüringen / Aw: Halde Stolzenberg
Letzter Beitrag von DL3HRT - 30. März 2025, 11:23
Auf dem Foto ist die Halde nicht zu sehen. Schwer zu sagen, aus welcher Richtung es aufgenommen wurde. Im ersten Moment scheint es so, als ob in Richtung Sonne fotografiert wurde. Gehe ich allerdings nach dem Schattenwurf am linken Hang, so scheint die Sonne leicht von links.
#66
Thüringen / Aw: Halde Stolzenberg
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. März 2025, 10:40
Auf der Seite https://blog.burg-posterstein.de/2020/04/14/der-uranbergbau-in-sachsen-und-thueringen/ ist ein Foto des Tagebaues in den 60er Jahren zu sehen.

Das erscheint mir etwas groß, aber die Beschreibung ist eindeutig.
"Tagebau Stolzenberg, nähe Autobahnabfahrt A 4, Ronneburg, 1960er Jahre
©Foto Ernst Bräunlich, Archiv Museum Burg Posterstein
"
#67
Thüringen / Aw: Halde Stolzenberg
Letzter Beitrag von DL3HRT - 30. März 2025, 09:01
Wir haben uns gestern gefragt wo sich denn der eigentliche Tagebau Stolzenberg befunden hat, dabei standen wir direkt davor :D . Ich habe @DG0MG noch gefragt, wozu denn die vielen Schächte auf dem Feld gut sind...
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In den "Mitteilungen der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft", Band 77 von 1995 kann man dazu ab Seite 336 lesen:

ZitatBei dem Objekt Stolzenberg handelt es sich um einen Tagebau vergleichsweise geringer
Größe aus der Zeit vor 1960. Die Halden wurden damals, in der Frühzeit der Wismut-Tätigkeit,
planlos direkt neben dem Tagebau (hier westlich davon) angelegt. Der Boden,
es handelte sich um Ackerland, wurde einfach von den Abraummassen überschüttet.
Restloch und Halden blieben nach Beendigung der Gewinnungsarbeiten mehr als 10
Jahre lang so liegen, wie sie verlassen wurden. Erst 1972 wurde ein erstes
Bodengeologisches Gutachten zur Wiederurbarmachung angefordert.

Während dieser Zeit lief die Planung und Projektierung des Schachtes Beerwalde, in nur
etwa 1 km Entfernung von dem Objekt Stolzenberg. Dort war ab 1974 mit dem Anfallen
großer Massen (der Schacht-Teufmassen) zu rechnen. Die Agitation des Gutachters,
diese Teufmassen nicht in Beerwalde aufzuhalden, sondern sie in das Restloch
Stolzenberg zu verbringen, hatte schließlich Erfolg: Das Restloch wurde mit diesen
Massen flurgleich aufgefüllt.

Gleichzeitig konnte durchgesetzt werden, dass von der Aufstandsfläche der späteren
Halde Heerwalde der "Kulturboden" in seiner ganzen Mächtigkeit (i. allg. > 2 m)
abgetragen wurde. Aus seiner Masse wurde als erstes Objekt die Wiederurbarmachung
1978/79 in Stolzenberg bestritten: Der Lösslehm, als agronomisch wertvollerer oberer
Teil für den aufgefüllten Tagebau, das Schiefer-Verwitterungssubstrat für das vorher
durch Raupen-Schiebearbeit profilierte Haldenareal.

Das ,,Bodengeologische Abnahmegutachten" vom 22.05.1979 konnte ordnungsgemäße
Durchführung gemäß dem "Vorfeldgutachten" feststellen.

Die deutsche Projektleitung der Wismut und der Gutachter konnten damals mit Recht
darauf stolz sein, dieses Vorhaben gegenüber der sowjetischen Leitung durchgebracht zu
haben. Diese hatte die höheren Kosten als Argument gegen den Transport der Massen
nach Stolzenberg ins Feld geführt.

Heute ist die mit 1 m Lösslehm überzogene etwa 8 ha große Fläche des aufgefüllten
ehemaligen Tagebaues voll in die ackerbauliche Bodennutzung integriert; die
ursprüngliche Bergbaunutzung ist nicht mehr erkennbar.


In dem 1 m mächtig aufgebrachten Schieferwitterungssubstrat (± toniger Lehm mit
wechselndem Skelettanteil, i. D. um 50 Vol.-%) ist die Aufforstung (vorwiegend mit
Lärchen) als gut gelungen zu bewerten.

Der Tagebau befand sich also östlich der Halde. Es dürfte sich also um große Teile des Ackers handeln. Die vorhandenen Straßen deuten seine Kontur an.
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#69
Russische Strahlenmessgeräte (UdSSR, RU) / Aw: Radex Obsidian
Letzter Beitrag von DG0MG - 29. März 2025, 21:52
Ich war ja heute mit @DL3HRT an der Halde Stolzenberg. Dabei hatte ich bewusst den OBSIDIAN mitgenommen, um zu testen, wie er sich im Praxiseinsatz schlägt.

Die Alarmschwelle hatte ich auf 0,3 µSv/h eingestellt und das hat gut funktioniert. Auf den Wegen wurde das mehrfach überschritten, der Alarm ging los und hörte auch wieder auf, wenn der Wert wieder unterschritten wurde. Die Alarmdauer war auf 30 Sekunden eingestellt, ich denke, die Einstellung 15 sek. tut es auch. Was fehlt, ist eine Art "temporäres Wegdrücken" des Alarms, wenn man also WEISS, dass ein erhöhter Level herrscht, könnte ein bestimmter Tastendruck die Alarmschwelle auf z.B. das 1,5 fache des aktuellen Wertes setzen, natürlich nur temporär.

Wie schon beschrieben, ist es nur mit der Funktion BETA+GAMMA möglich, überhaupt mit geschlossenem Beta-Absorber zu messen. Das führt dazu, dass es praktisch nicht möglich ist, das Gerät "mal fix" in ein Loch zu halten und darin nur die Gamma-DL zu messen. Man misst auf Grund der Nähe zum Gestein und des offenen Schiebers immer Beta mit und damit zu hoch.

Das schlimmste war jedoch das Display. Das Wetter war nicht sonderlich hell, es herrschte bedeckter Himmel, gleichmäßige gedämpfte Beleuchtung auf Waldwegen. Es war nicht möglich, das Display  in normaler Handhaltung abzulesen, dafür ist es einfach nicht hell genug. Man muss es unnatürlich nahe an die Augen bringen, um etwas zu erkennen.

Dieses Foto gibt die Relation schon ganz gut wieder: Der Wald ist überbelichtet, damit man das Display halbwegs erkennt.

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#70
Szintillatoren / Aw: Hochspannungsnetzteil
Letzter Beitrag von ABel - 29. März 2025, 21:10
Hallo Peter,

zum Netzteil selber bauen fehlt es mir an Erfahrung.

Inzwischen hab ich aber noch ein interessantes Bauteil gefunden. Von Hamamatsu den C10940-53. Den gibt es bei "The Rad Lab" gebraucht gerade für 125,- US$. Aus 5 V Eingangsspannung (USB-Netzteil) macht er bis 1200 V mit 600 uA.

Gruß Andreas