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#41
Objekte und Stoffe / Aw: Radiumbecher, Radium-Emana...
Letzter Beitrag von NoLi - 25. Oktober 2026, 22:07
Zitat von: Floppyk am 25. Oktober 2026, 20:24Was misst man denn in der Nähe eines solchen Radiumbechers üblicherweise?
Das kommt auf den Radiumgehalt und damit der Emanationsleistung (Rn-222) an.
Ein Gerät mit einer Rn-222-Emanationsleistung von 5.000 M.E. (Mache-Einheiten), dies waren die Geräte mit der geringsten Leistung, enthält i.a. eine Radiumquelle mit 5 µg Ra-226 (= 185 kBq). Diese Geräte wiesen im Kontakt Dosisleistungen von ca. 25 µSv/h auf. Aber auch Radiumbecher mit einer Leistung von 30.000 M.E. (= 30 µg Ra-226 ; 1,11 MBq) waren verbreitet...diese Emanatoren hatten, je nach Bauart, an der Außenseite Dosisleistungen von bis zu ca. 300 µSv/h.
Gegen Ende der 1950er und in den frühen 1960er Jahren wurden allerdings auch Radiumbecher mit Glasbechereinsatz und eintauchbarem radiumhaltigen Pilz mit Ra-226 Aktivitäten von 3 MBq bis 4 MBq frei verkauft! Offenbar gab es da genügend günstiges Radium-226 auf dem Markt, weil zu dieser Zeit die Leuchtfarbenindustrie auf Ersatznuklide, erst Sr-90, Am-241 und Np-237, dann aber letztendlich auf Pm-147 und H-3 Tritium, umstellte.

Norbert
#42
Russische Strahlungsmessgeräte (UdSSR, RU) / Aw: RadiaCode Zero
Letzter Beitrag von NoLi - 25. Oktober 2026, 21:50
Bei der Abbremsung von Elektronen in einer Matrix entsteht Bremsstrahlung, welche von Natur aus Photonenstrahlung (wie Gamma-Strahlung) ist...diese zeigt der RC natürlich an.
Die Sr-90 Quelle (wie abgebildet) stammt von der Bauart her höchstwahrscheinlich aus einem alten russischen Strahlungsmessgerät (Prüfstrahler); diese Strahler hatten im allgemeinen eine höhere Aktivität im dreistelligen kBq bis mehreren MBq Bereich mit entsprechender Menge an Bremsstrahlung.
Nachprüfen wird schwierig, da der Besitz und die Handhabung solcher Sr-90 Quellen ohne Umgangsgenehmigung strafbar ist!

Norbert
#43
Russische Strahlungsmessgeräte (UdSSR, RU) / Aw: RadiaCode Zero
Letzter Beitrag von Flipflop - 25. Oktober 2026, 20:33
Vielleicht prüft das mal jemand nach. :unknw:

Radiacode ZERO & STRONTIUM
Radioactive Hunter


RadiaCode 102/103/110/ZERO and Radioactive black uranium plate CPS test #radiation #radioactive

Snow Villiers

#44
Objekte und Stoffe / Aw: Radiumbecher, Radium-Emana...
Letzter Beitrag von Floppyk - 25. Oktober 2026, 20:24
Was misst man denn in der Nähe eines solchen Radiumbechers üblicherweise?
#45
Russische Strahlungsmessgeräte (UdSSR, RU) / Aw: RadiaCode Zero
Letzter Beitrag von NoLi - 25. Oktober 2026, 19:11
Zitat von: Lennart am 25. Oktober 2026, 16:48Freut mich, dass Du mein Ergebnis bestätigen kannst. Ich denke, der Vergleich mit Sr-90 + Y-90 ist zu der Betastrahlung von U-238+ relativ vergleichbar. Die paar Elektronen in der Zerfallsreihe, die eine noch höhere Energie aufweisen, dürften praktisch keine so große Rolle spielen.
Sr-90 hat eine ß-max. Energie von ~ 0,5 MeV, spielt also beim RC keine Rolle, hier reicht das nackte Gehäuse zur Abschirmung vollkommen aus. Dessen Tochter Y-90 hat eine ß-max. Energie von 2,3 MeV, ebenso wie das Pa-234 in der Uranglasur. Somit sind Y-90 und Pa-234 in der Beta-Energie vergleichbar.

Norbert
#46
Russische Strahlungsmessgeräte (UdSSR, RU) / Aw: RadiaCode Zero
Letzter Beitrag von NoLi - 25. Oktober 2026, 19:07
Zitat von: Flipflop am 25. Oktober 2026, 16:28Hallo Norbert, wie hast du das gemacht, mit und ohne 2 mm Aluminium? Dann kann ich das auch mal mit meinem RC 102 Testen, allerdings habe ich keine Silikonhülle.
Der Test fand OHNE zusätzlichen Absorber statt, also nur mit der Silikonhülle.

Norbert
#47
Russische Strahlungsmessgeräte (UdSSR, RU) / Aw: RadiaCode Zero
Letzter Beitrag von Lennart - 25. Oktober 2026, 16:48
Zitat von: NoLi am 25. Oktober 2026, 16:18Ich habe die Beta-Empfindlichkeit eines RadiaCode Zero in Silikonhülle mal mit großflächiger Uranglasur (hier vor allem das Radionuklid Pa-234; 2,3 MeV ß-max. Energie) getestet...in der Tat reagiert das Gerät nur gering auf diese Betastrahlung, den Einfluß kann man bei der Gamma-Dosisleistungsmessung durchaus vernachlässigen.

Freut mich, dass Du mein Ergebnis bestätigen kannst. Ich denke, der Vergleich mit Sr-90 + Y-90 ist zu der Betastrahlung von U-238+ relativ vergleichbar. Die paar Elektronen in der Zerfallsreihe, die eine noch höhere Energie aufweisen, dürften praktisch keine so große Rolle spielen.
#48
Russische Strahlungsmessgeräte (UdSSR, RU) / Aw: RadiaCode Zero
Letzter Beitrag von Flipflop - 25. Oktober 2026, 16:28
Hallo Norbert, wie hast du das gemacht, mit und ohne 2 mm Aluminium? Dann kann ich das auch mal mit meinem RC 102 Testen, allerdings habe ich keine Silikonhülle.
#49
Russische Strahlungsmessgeräte (UdSSR, RU) / Aw: RadiaCode Zero
Letzter Beitrag von NoLi - 25. Oktober 2026, 16:18
Ich habe die Beta-Empfindlichkeit eines RadiaCode Zero in Silikonhülle mal mit großflächiger Uranglasur (hier vor allem das Radionuklid Pa-234; 2,3 MeV ß-max. Energie) getestet...in der Tat reagiert das Gerät nur gering auf diese Betastrahlung, den Einfluß kann man bei der Gamma-Dosisleistungsmessung durchaus vernachlässigen.

Norbert
#50
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Besuch im Zwischenlager Ah...
Letzter Beitrag von NoLi - 25. Oktober 2026, 12:04
Zitat von: Radiohörer am 24. Oktober 2026, 14:09...
Anscheinend wurde der "Pressetermin" absichtlich nur vor den Behältern für schwachaktive Abfälle (1µSv in 1m Abstand) durchgeführt.
...
Auch hier wurde für die Berichterstattung das international von der ICRP propagierte und in die strahlenschutzgesetzgebenden nationalen Vorschriften eingeführte ALARA-Prinzip umgesetzt.

Zitat:
"1. Strahlenschutz-Prinzip (ALARA)

• Bedeutung: Steht für ,,As Low As Reasonably Achievable" (so niedrig wie vernünftigerweise möglich).
• Bereich: Ein grundlegendes Optimierungsprinzip im Strahlenschutz (Medizin, Kerntechnik und Industrie), das die Strahlenbelastung für Mensch, Tier und Umwelt so gering wie möglich halten soll.
"
(https://de.wikipedia.org/wiki/ALARA)

Der Kittel dient als Kontaminationsschutz für die Privatkleidung, falls man irgendwo an einem Behälter oder einer Hilfsvorrichtung zur Behälterentladung und Transport eine Berührung erfahren sollte, die Überschuhe dienen zur Verhinderung einer möglichen Kontaminationsverschleppung nach außerhalb des Kontrollbereiches. Die eingelagerten Behälter dürfen laut Gefahrgutverordnung ADR eine maximale Kontamination von Alpha = 0,4 Bq/cm² und Beta/Gamma = 4 Bq/cm² aufweisen; in der Realität liegen diese Werte aber weit drunter bis nicht mehr nachweisbar (eben ALARA).

Norbert