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#41
Eigenbau, Elektronikbasteln und Programmieren / Aw: Opengeiger PMT-Adapter
Letzter Beitrag von ABel - 02. Oktober 2026, 09:47
Hallo,

nun hab ich erste Messungen mit meinem Pulsgenerator. Der erste Aufbau auf einem Breadboard hatte massive Kontaktprobleme, drum ist nun alles auf eine Lochstreifenplatine aufgelötet. Zur Stromversorgung mit +/-18V dient ein DIY-Bausatz (AR182, Stabilisiertes symmetrisches Netzteil, 1,5-37V, max. 2x1,5A) mit Ringkerntransformator.

Hardware und Simulation stimmen noch nicht gut überein. Nach CD40106B-Datenblatt sollten sich mit R=100kΩ (gemessen 99,9kΩ) und C=47nF (gemessen 47,4nF) eine Frequenz von ca. 297Hz ergeben. Die Simulation liefert 256Hz die Messung 190Hz. Die 3 Potis in der Schaltung sind gesockelt, damit ich sie mit dem Multimeter einstellen kann. Der Parameter ,,ax" in der Simulation müsste eigentlich die Werte 0.01, 0.05, 0.1, 0.15, 0.2, 0.25, 0.3, 0.35, 0.4 und 0.45 durchlaufen, damit aber Simulation und Messergebnisse einigermaßen übereinstimmen muss ich ,,ax" mit dem Faktor 0.615 multiplizieren.

Im Diagramm sind die Simulationsergebnisse in rot und blau, die mit dem Oszilloskop digitalisierten Kurven in blaugrün und magenta zu sehen (in grün die ansteigende Flanke des Rechtecksignals auf die ich triggere).

Im Messaufbau von links nach rechts: externes USB-Audio-Interface, PMT-Adapter (weißes Gehäuse), Oszi, Pulsgenerator (im Stahlblechgehäuse) und Stabilisiertes symmetrisches Netzteil

Gruß Andreas
#42
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von DL8BCN - 01. Oktober 2026, 21:10
Hab ich so deutlich eigentlich noch nie gesehen.
Das war mehr als eine Verdoppelung der ODL.
Langzeitdurchschnitt in Bremervörde ist ca. 0,065 μSv/h und heute waren es im Peak ca. 0,14 μSv/h.
Habe eben 1,5 Liter Regenwasser gefiltert durch einen 0,5 my Glasfaserfilter.
Der Berthold LB1210B geht von ca. 8 cps Nullrate auf 14 cps in Kontakt mit dem getrocknetem Filter.
Die Gammaspektroskopie zeigt die typischen Bi-214 Linien.

#43
Radon / Aw: Radonbestimmung in Quellwa...
Letzter Beitrag von Radiohörer - 01. Oktober 2026, 20:45
...dieses und ähnliches Vorgehen zur Emittlung des Rn-Gehalts in Luft, Wasser und Erde und die dazu früher verwendeten Geräte sind ausführlich beschrieben in
"GÜNTHER & TEGETMEYER, 1901 - 1958; Instrumente für die Wissenschaft aus Braunschweig" ab Seite 178 re bis 199.

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis: https://www.rudolf-fricke.de/GuT_Inhalt.pdf
"4. Strahlungsmessinstrumente
1. Ionisationsapparate
2. Radiometrischer Exkurs
3. Gerätedokumentation:
Ionisationsapparat zur Bestimmung der Radioaktivität von Luft-, Bodenproben und Quell-
sedimenten nach Elster und Geitel – Fontaktoskop zur Bestimmung der Radioaktivität von
Quellwässern nach Engler und Sieveking – Fontaktoskop für Reisezwecke zur Bestimmung
der Radioaktivität von Quellwässern nach Loewenthal und Kohlrausch – Fontaktometer
zur Bestimmung des Emanationsgehaltes von Quellwassern nach Mache und Meyer –
Emanometer nach Becker – Instrument für radioaktive Messungen nach Wulf – Radiome-
ter für Aufschlussarbeiten – Isolierhaken zu Versuchen über die durch atmosphärische
Luft induzierte Radioaktivität nach Elster und Geitel"

Erhältlich bei: https://www.rudolf-fricke.de/AF-Verlag.htm

#44
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von Radiohörer - 01. Oktober 2026, 19:37
...ja, kann man schön sehen: leider ist der Regen schon wieder weiter -->
https://odlinfo.bfs.de/ODL/DE/themen/wo-stehen-die-sonden/karte/_documents/Messstelle.html?id=033520291
und für später eine Erinnerung ;)
#45
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von DL8BCN - 01. Oktober 2026, 19:05
Heute sehe auch bei mir an meiner Außenstation eine Erhöhung der ODL.
Normalerweise bewegt sich der Wert um die 0,065 μSv/h.
Heute nun liegt er aktuell bei 0,084 μSv/h.
Allerdings ist dies eindeutig dem Niederschlag geschuldet.
Es regnet heute nach längerer Zeit intensiv.
Also wieder Radonfolgeprodukte die ausgewaschen wurden.
#46
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von NoLi - 01. Oktober 2026, 18:15
Hier ist so ein "Nasopharyngeal Radium Applicator" abgebildet und beschrieben:

https://www.orau.org/health-physics-museum/collection/brachytherapy/nasopharyngeal-radium-applicator.html

Google-Übersetzung:
"Nasopharynx-Radium-Applikator (ca. 1950)
Das oben abgebildete Beispiel ist ein "Dummy" (nicht radioaktiver) Nasopharynx-Applikator, der zu Trainings- und/oder Demonstrationszwecken hergestellt wird. Bei der tatsächlichen Verwendung würde die kleine Monellmetallkapsel am rechten Ende des Applikators etwa 50 Milliküren (mCi) von Ra-226 enthalten. Einer davon würde für 5 bis 15 Minuten in jeden der Nasengänge eingefügt werden. Die übliche Absicht war, das lymphoide Gewebe zu schrumpfen.
Nasopharynx-Radium-Applikator

Während des Zweiten Weltkriegs wird geschätzt, dass Tausende von Luft- und U-Boot-Besatzungsmitgliedern mit diesen Geräten behandelt wurden, um die Ohrprobleme zu reduzieren oder zu vermeiden, die durch die Druckänderungen der Besatzung im Dienst auftreten könnten. Von den 1940er bis in die 1960er Jahre wurden möglicherweise bis zu mehreren Millionen Zivilisten, meist Kinder, mit diesen wegen Ohr- und Adenoidinfektionen behandelt. Einer davon war der verstorbene Frank Zappa.

Die Dosimetrie ist aufgrund der Ungleichmäßigkeit der Expositionen etwas komplex, aber eine Schätzung legt nahe, dass Gewebe 1 cm von der Quelle während einer typischen 10-minütigen Behandlung 200 bis 300 Rem (2-3 Gy) erhalten hätten.

Referenz

In: Janet Raloff. Wiederbewertung Der Risiken Von Radium. Wissenschaftsnachrichten Vol. 146: 172-173; 1994.[/
i]"

Norbert
#47
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von Flipflop - 01. Oktober 2026, 15:59
Januar 1958?
Die vierjährige Joke Haanschoten und die sechs anderen Mitglieder ihrer Familie wurden vor einer Woche in ein streng bewachtes Isolationskrankenhaus gebracht. Sie wurde mit der Spitze einer Radiumnadel (die in der Nase abgebrochen war) aus dem Krankenhaus nach Hause geschickt. Schließlich stieß sie die tödliche ,,Perle" aus Radium aus, und ihr Vater verbrannte sie in dem Küchenherd. Später warf er die Asche in den Hintergarten – und radioaktiver Staub verwehte über ganz Putten.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Radioactive_house_at_Putten_(1958)

In diesem Artikel steht etwas von einer 50 Millicurie Quelle:

https://time.com/archive/6803354/medicine-radioactive/

Dutch History: A Family Exposed to Radioactive Contamination in Putten (1958)

The Dutch Table

#48
Radon / Aw: Radonbestimmung in Quellwa...
Letzter Beitrag von DG0MG - 01. Oktober 2026, 14:13
Für die Besitzer eines Alpha-Sniffers (oder eines CT007-R) ist hier von Bill Brodhead eine Methode beschrieben, Radon in 250ml Wasser zu messen:


Man braucht einen Behälter mit 1250 ml Volumen, füllt ihn mit 250ml Wasser, das dann in den 1 Liter Luft darüber ausgeschüttelt wird. Diese Luft wird kreislaufmäßig durch den Alpha-Sniffer gepumpt. Man soll den Wert schon nach 5 Minuten ablesen können.

Radontec gibt die Anleitung in Deutsch wieder: https://radontec.de/radon-im-wasser-messen-alpha-sniffer
#49
Baden-Württemberg / Aw: Der schlechte Atem der Erd...
Letzter Beitrag von Harald der Strahler - 30. September 2026, 23:26
Zitat von: Radiohörer am 30. September 2026, 22:27...also ~ 45min / 2,5h zum "angezeigten" Maximalwert und ~18 h, um von 63 (App?) bzw. 16 kBq/m³ (Air-Q?) wieder auf Umgebung zu kommen :unknw: -->
Aber: irgendwie passen die Rn-Werte hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43415
und hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43447
nicht zusammen: welches sind die auf der SD-Karte gespeicherten und die von der App "interpretierten"? :o

An den CO2- und Feuchte-Werten sieht man schön, dass da etwas Luftaustausch war: schnelle Sensoren!
Deshalb die "angedeutete" (? hab ich noch im Kopf, kann falsch sein) Möglichkeit zur "Einbruchserkennung".
Der Temperatursensor ist dagegen "etwas" träge: event. bedämpft durchs direkte Auflöten/Kontakt mit/auf der Platine oder "hinter" einem anderen Sensor bzw. nicht im direkten Luftstrom.

Der Chnadks RM73 und der "quasi baugleiche" AEG test Hound-3699 sind da etwas schneller bei kleinerem (- 40kBq/m³) Messbereich und unklarer Genauigkeit.
Interessant wäre der direkte Vergleich aller Geräte mit dem Rikamino: vielleicht stellt Dir opengeiger und/oder Silfox seinen zur Verfügung.
Mal gugn, ob sich zw. Schwäbisch Hall und Grailsheim nicht eine Doline oder Höhle im Muschelkalk mit Bahnanschluß für einen ausgiebgen Direktvergleich findet ;)

Zitat von: Radiohörer am 30. September 2026, 22:27...also ~ 45min / 2,5h zum "angezeigten" Maximalwert und ~18 h, um von 63 (App?) bzw. 16 kBq/m³ (Air-Q?) wieder auf Umgebung zu kommen :unknw: -->
Aber: irgendwie passen die Rn-Werte hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43415
und hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43447
nicht zusammen: welches sind die auf der SD-Karte gespeicherten und die von der App "interpretierten"? :o
Das sind zwei verschiedene Messungen (27. September + 29. September)
#50
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von Radiohörer - 30. September 2026, 22:54
...könnte es event. sein, dass der Air-Q "ähnlich" wie der AlphaSniffer "arbeitet", der bei feuchter Luft auch sehr lange zum Abklingen braucht --> https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=39790
Vielleicht "kondensiert" oder "lagert" sich beim Air-Q etwas Feuchtigkeit an der ZnS(Ag)-Beschichtung an, die das Abklingen verzögert?

Keine Ahnung, ob das bei einem professionellen Rn-Messgerät mit ZnS(Ag)-Zelle, wie am TdoT in Königstein im Labor in Aktion zu sehen war, auch so ist?