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#41
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von NoLi - 06. Oktober 2026, 21:57
Zitat von: DG0MG am 06. Oktober 2026, 20:53...
Der Sinn ist mir dagegen noch nicht so ganz klar, denn nördlich von Neubrandenburg gibts Altentreptow, südlich Godenswege, der Abstand zwischen beiden beträgt ~25 km. Da gibts anderswo viel größere "Löcher" ohne Sonde, etwa bei Nauen, bei Rochlitz oder westlich von Wurzen. Aber ganz sicher wird das BfS nichts Unsinniges machen :)
Aus der Seite https://odlinfo.bfs.de/ODL/DE/themen/wie-wird-gemessen/odl-sonde/odl-sonde.html :

"Lage der Messstelle im ODL-Messnetz:
Das Messnetz hat deutschlandweit ein Raster von ungefähr 20 x 20 Kilometern, daran orientieren sich die Standorte der ODL-Messstellen.
"

Bei dichterer Besiedelung vielleicht etwas geringerer Abstand, in der "Wildnis" etwas größerer Abstand.

Norbert
#42
Sachsen / Aw: Plattenstraße Cunersdorf-W...
Letzter Beitrag von qasweder - 06. Oktober 2026, 20:54
Teil 4 der Untersuchung Cunersdorf-Wiesen: Ich bin die Haaraer Straße von Wiesen in Richtung Wilkau gelaufen und habe die Messungen da fortgesetzt, wo ich das letzte mal aufgehört habe. Ich machs kurz, keine weiteren besonderen Vorkommnisse. Der Weg hat zunächst kleinere Spots von 1...13 µSv/h. Am Ende der Betonplatten geht der Weg in einen alten Feldweg über, der nach 2..3 Metern neben ein paar kleineren Spots nochmal ~60 µSv/h bietet. Danach ist schlagartig Stille, die nächsten 300m blieben ruhig, also bin ich umgekehrt und habe auf dem Rückweg auf der anderen Seite auch nichts finden können. Auf dem Plattenweg am südlichen Rand noch paar unbedeutende Spots. Fertig. Diese Untersuchung endet ohne weitere "Rekorde". Reicht eigentlich auch.

Eine Untersuchung der ODL am heißesten Stein (~328µSv/h) hab ich auch noch gemacht, 0,8...0,95 µSv/h in 1m Höhe.

Einschränkung: Alles wurde mit dem einen Radiacode 110 gemessen, ohne andere Referenzgeräte.

Somit ist diese Straße meiner Meinung nach hinreichend genau untersucht worden. Insgesamt rund 15h Suche sollten kaum noch große Dinge übersehen haben. Der letzte Track wird erst in 22h im Radiaverse sichtbar, Verlinkung folgt dann.

Beifang: Der kurze Abstecher nach Norden führt bis fast an die Mulde. Dort ist ein alter Stollen, erwartungsgemäß war da nichts wirklich radioaktives. Die Stollenwand direkt hinter dem vergitterten Eingang hatte 0,25µSv/h, vermutlich Zerfallsprodukte des austretenden Radons.
#43
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von DG0MG - 06. Oktober 2026, 20:53
Es gibt nach den vielen gestrichenen Sonden auch mal eine neue!

Im Datenbestand taucht 17039 Trollenhagen bei Neubrandenburg mit der Sondennummer 130711451 auf.


Aktuell noch als "DEFEKT" und mit falschen Koordinaten (3007.11 589.28)  :unknw: , aber das wird sicher noch korrigiert.

Der Sinn ist mir dagegen noch nicht so ganz klar, denn nördlich von Neubrandenburg gibts Altentreptow, südlich Godenswege, der Abstand zwischen beiden beträgt ~25 km. Da gibts anderswo viel größere "Löcher" ohne Sonde, etwa bei Nauen, bei Rochlitz oder westlich von Wurzen. Aber ganz sicher wird das BfS nichts Unsinniges machen :)

#44
Sachsen / Aw: Plattenstraße Cunersdorf-W...
Letzter Beitrag von qasweder - 06. Oktober 2026, 18:45
Stimmt auch wieder.
#45
Baden-Württemberg / Aw: Atommuseum/Atomkeller Haig...
Letzter Beitrag von DG0MG - 06. Oktober 2026, 15:32
Zitat von: Eise am 18. August 2025, 09:37Nachdem ich den 'Atomkeller' gesehen habe, habe ich in jedem Fall den Eindruck, dass das nicht wirklich der Fall war.

ntv schreibt von einer neuen Studie zum Haigerloch-Reaktor:


"Das Fazit: Um die Kritikalität zu erreichen, hätte der deutsche B8-Reaktor doppelt so viel Uran benötigt, wie er tatsächlich besaß - und damit mehr als den geschätzten deutschen Kriegsbestand. Zudem hätte B8 mehr als doppelt so viel schweres Wasser benötigt - ebenfalls deutlich über der verfügbaren Menge. Insgesamt lägen diese Werte "weit entfernt" von Heisenbergs optimistischen Einschätzungen, schreiben die Autoren in der Studie."

Der ursprüngliche Artikel dazu: https://doi.org/10.1093/pnasnexus/pgag282

Im Beitragsanhang Original und deutsche Google-Übersetzung als PDF.



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#46
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von DG0MG - 06. Oktober 2026, 11:45
Zitat von: air-Q am 05. Oktober 2026, 13:33Eine Po-218-Konzentration spektroskopisch zu bestimmen, gestaltet sich mit dem aktuellen Sensoraufbau schwierig.

Hallo Benjamin,
vielen Dank für die Informationen zum inneren Aufbau aus erster Hand, das finde ich wirklich prima!

Nein, in der Lukas-Zelle mit ZnS-Szintillationen kann man die verschiedenen Alpha-Zerfälle nicht auseinanderhalten, das ist schon klar. Dazu werden die Zerfallsprodukte auf einem Siliziumchip abgeschieden und zerfallen darauf weiter. Dort kann man dann die Impulshöhen auseinanderhalten. So wird das z.B. im verbreiteten AIRTHINGS Corentium gemacht: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,176.0.html

Da Euer Sensor der Zeichnung im Datenblatt nach offenbar schon selbst einen Prozessor enthält (I2C-Bus?): Ist der Sensor auch einzeln erhältlich, so wie vor einer Weile die Ionisationskammer des RadonEye?
#47
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: CBRN-Einsatz in Alsdorf: F...
Letzter Beitrag von Radiator - 06. Oktober 2026, 05:19
Im Haus der Geschichte Baden-Württemberg ist beim Themenkomplex AKW Wyhl eine Werbung der Atommafia, Verzeihung, der Kernkraftprofiteure ausgestellt.

Eine kleine Durchdrückpackung wie für Tabletten, mit einem zylindrischen dunkelbraunen Preßling von ca. 10x10 mm. Werbetext darauf "Mit dieser Urantablette können sie soundsoviele Einfamilienhäuser soundsolange mit Strom versorgen."

Vielleicht steht ja auf der (nicht einsehbaren) Rückseite, daß es sich um Kaffepulver oder Lakritz handelt, aber man wollte seitens der Verteiler wohl demonstrieren, daß man sich Uran auch einfach so ins Wohnzimmer holen kann.

Vielleicht sollte man doch mal einen Geigerzähler dranhalten. :)
#48
Sachsen / Aw: Hotspot auf dem Weg vom Wa...
Letzter Beitrag von NoLi - 06. Oktober 2026, 00:03
Hier mal ein Bericht der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg LUBW aus dem Jahr 2017, die im Auftrag des Umweltministeriums BW Strahlungsmessungen im Schwarzwald an und um die ehemalige Urangrube "Hans-Paul" in Menzenschwand zur Ermittlung einer möglichen Personendosis von Urlaubern und Wanderer durchgeführt hat:
https://um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/3_Umwelt/Kernenergie/Berichte/uebergeordnet/Umweltradioaktivitaet/170719_Bericht_Menzenschwand.pdf
Auslöser war auch hier ein Bericht und Messungen von der Citizen Science Seite.

Norbert
#49
Sachsen / Aw: Hotspot auf dem Weg vom Wa...
Letzter Beitrag von NoLi - 05. Oktober 2026, 23:45
Zitat von: qasweder am 05. Oktober 2026, 23:20...
Bleibt die Frage, ab wann das in 1 m Höhe gefährlich wird. Gibt es da in DE Grenzwerte. Ist natürlich auch ein Unterschied, ob es mitten im Dickicht ist oder unter einer Wanderbank...
Der Grenz- bzw. Richtwert der effektiven Jahresdosis "für eine Einzelperson der Bevölkerung"(Jura-Deutsch) beträgt 1 mSv, bezogen auf realistische Aufenthaltsbedingungen. Unter Umständen kann für die natürliche Dosis ein Jahresgrenzwert von 6 mSv  angesetzt werden.

Norbert
#50
Sachsen / Aw: Plattenstraße Cunersdorf-W...
Letzter Beitrag von Steven - 05. Oktober 2026, 23:26
Zitat von: qasweder am 04. Oktober 2026, 23:18genau auf dem Spot zusammenbricht und seinen Rausch ausschläft, ist 0. Und falls doch, hat er nach 8h eine Jahresdosis Hintergrund gefressen.

Kurzer Hinweis: Das stimmt so nicht. Eine Person würde selbst direkt auf dem Schotterstein eine viel kleinere Dosis erhalten, da nur ein kleiner Teil des Körpers mit der vergleichsweise hohen Dosisrate bestrahlt würde. Dies ist mit den entsprechenden Wichtungsfaktoren auf die Äquivalentdosis umzurechnen.