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#41
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von DG0MG - 12. September 2026, 17:34
Ziemlich genau 2 Wochen nach dem Zapfen:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.
#42
Allgemeine Diskussionen / Aw: ~500 neue CBRN-Erkunder
Letzter Beitrag von NoLi - 12. September 2026, 11:58
Gestern ein CBRN-Erkundereinsatz bei einer chemischen Gefahrenlage.

Beim Einbiegen in eine Strasse löste das parallel laufende radiologische Messsystem plötzlich "Strahlung künstlich hochenergetisch" aus, die Software schlug Co-60 (1,17 MeV und 1,33 MeV) als Ursache vor mit einer Dosisleistungserhöhung von 0,04 µSv/h (40 nSv/h).
Die Ursache war aber nicht Co-60 (Alarm / Meldung verschwand wieder von alleine), sondern vermutlich K-40 (1,46 MeV), welches sich in erhöhten Maß im Hartgestein-Schotter (Rhyolit / Porphyr) unterhalb der Asphaltschicht der neuen Strasse befand und zu dem sprunghaften und geringen Anstieg der Dosisleistung führte.

Im neuen CBRN-Erkunder unterscheidet die Software zwischen "niederenergetisch", "mittelenergetisch" und "hochenergetisch". Da das System mit Plastikszintillatoren arbeitet, ist die Halbwertsbreite FWHM und damit das Energieauflösungsvermögen nicht berauschend (zwischen 15 % und 25 %); daher kann durchaus die 1,460 MeV-Linie des K-40 als mutmaßliche 1,332 MeV-Linie des Co-60 bewertet worden sein.
Selbst das BBK weist bei seinem einwöchigen Fahrzeugübergabeseminar darauf hin, die Software-Radionuklidvorschläge äußerst vorsichtig zu interpretieren, zu hinterfragen und auf Plausibilität zu prüfen.

Rhyolit / Quarzporphyr enthält 3 % bis 6 % Kaliumanteil, der je nach Abbaugebiet sogar bis 9 % betragen kann. Selbst mit einem Pancake-Zählrohr lässt sich z.B. im Bahnschotter das K-40 mit der Zählrate deutlich nachweisen.

Norbert
#43
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Herne und Witten: Strahlen...
Letzter Beitrag von NoLi - 12. September 2026, 11:29
Hmmm, Radiographie-Projektor, möglich. Ausländische Modelle sind häufig eckig.

Erst ist von einem "Fund von einem schuhkartongroßen Prüfstrahler" die Rede, dann in einem weiteren Artikel ist dieser "umgekippt", und jetzt hat ein Mitarbeiter damit gearbeitet, ist nach Hause gefahren und meint, kontaminiert zu sein... :unknw:  :umnik2:

Norbert
#44
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Herne und Witten: Strahlen...
Letzter Beitrag von Lennart - 12. September 2026, 11:24
Zitat von: NoLi am 12. September 2026, 11:07Eine TROXLER-SONDE würde ich als unwahrscheinlich erachten, weil diese Sonden für Dichtemessungen und, je nach Bauart, Feuchtemessungen von Baumaterialien, Baugrund und Strassenbau ausgelegt sind.
Ich glaube eher an eine Radiographiequelle für die ZfP zerstörungsfreie (Werkstoff)Prüfung, was bei dem Portfolio der Firma auch Sinn ergeben würde.

Troxler-Sonde war auf die Größe bezogen und dort nutzt man teilweise Cs-137. Ein Radiographie-Projektor passt ebenfalls von der Größe und wäre bei der Durchstrahlungsprüfung tatsächlich wahrscheinlicher, aber ich habe kein einziges Modell gefunden, was mit Cs-137 arbeitet. Ausschließlich Ir-192, Se-75 und bei dickwandigen Bauteilen Co-60. Vielleicht ein altes Gerät, was immer noch in Verwendung ist?

Abgesehen davon ist die genannte Firma eine bloße Vermutung von mir. Vielleicht war es auch eine ganz andere Firma und tatsächlich nur ein Cs-137 Prüfstrahler für Geigerzählrohre, der in einem größeren Behälter stand und umgefallen ist. Vielleicht hat der FW-Sprecher auch gesagt, damit könne man "ZählROHRE" überprüfen, was der aufmerksame Qualitätsjournalist dann mit großer Präzision falsch wiedergegeben hat.
#45
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Herne und Witten: Strahlen...
Letzter Beitrag von NoLi - 12. September 2026, 11:07
Zitat von: Lennart am 12. September 2026, 08:26...
Okay, mit einem Teststrahler für einen Geigerzähler – so würde ich mal behaupten – ist es eher unwahrscheinlich, eine akute Strahlenkrankheit mit Übelkeit zu entwickeln. Was natürlich hellhörig macht, ist die Größe des Gegenstandes. Schuhkarton klingt nicht nach "Prüfstrahler für einen Geigerzähler", sondern eher nach Troxler-Sonde.
...
Eine TROXLER-SONDE würde ich als unwahrscheinlich erachten, weil diese Sonden für Dichtemessungen und, je nach Bauart, Feuchtemessungen von Baumaterialien, Baugrund und Strassenbau ausgelegt sind.
Ich glaube eher an eine Radiographiequelle für die ZfP zerstörungsfreie (Werkstoff)Prüfung, was bei dem Portfolio der Firma auch Sinn ergeben würde.

Hier ein Update-Artikel von heute:
"Blaulicht
Prüfstrahler: Warum dieses Gerät einen Großeinsatz in Herne auslöste
Herne. Eine schwache radioaktive Quelle prüft in Betrieben Messgeräte. In Herne führte der Umgang damit zu einem Feuerwehreinsatz.
Michael Muscheid
Von Michael Muscheid, Leiter Lokalredaktion
12.09.2026, 09:47 Uhr
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ABC Alarm Real Herne Großeinsatz Feuerwehr
Die Sondereinheiten ABC und Dekontamination für Personen rückten in Herne aus (Archivbild).© WAZ | Arne Poll
KI-Stimme. Info

Großeinsatz in Herne: Wegen des Verdachts auf eine Kontamination beim Umgang mit einem Prüfstrahler ist die Feuerwehr Herne am Freitag, 11. September, gegen 15 Uhr zu einem Großeinsatz in den Ortsteil Baukau-Ost ausgerückt. Sie sperrte die Goebenstraße und untersuchte einen Mann. Schnell gab es Entwarnung.

Wie ein Feuerwehr-Sprecher gegenüber der WAZ mitteilte, hat sich ein Mann telefonisch bei der Feuerwehr gemeldet. Er sei nach der Arbeit mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen und habe befürchtet, dass er sich auf der Arbeit beim Umgang mit einem Prüfstrahler kontaminiert haben könnte. Mit einem Prüf- oder Teststrahler, einer schwachen radioaktiven Strahlenquelle, wird in Betrieben die Funktion von Strahlungsmessgeräten kontrolliert.

Die Leitstelle habe daraufhin die Einsatzkräfte beider Feuerwachen sowie die Sondereinheiten ABC und Dekontamination für Personen an die Goebenstraße geschickt. Vor Ort hätten Feuerwehrleute in Schutzanzügen Messungen durchgeführt. Weder im Umfeld noch an dem Mann selbst hätten die Einsatzkräfte radioaktive Strahlung festgestellt. Ein Notarzt habe den Mann ebenfalls untersucht und keine gesundheitlichen Einschränkungen festgestellt. Der Mann habe daraufhin weiterfahren können.

Nach anderthalb Stunden sei der Einsatz beendet gewesen, mehr habe die Feuerwehr nicht machen müssen. Insgesamt seien 37 Einsatzkräfte der Feuerwehr Herne und des Rettungsdienstes vor Ort gewesen. Die Freiwillige Feuerwehr habe währenddessen den Grundschutz der Stadt sichergestellt.
"
(https://www.waz.de/lokales/herne-wanne-eickel/article413130931/herne-abc-einheit-rueckt-aus-strahlenverdacht-in-der-goebenstrasse.html)

Wobei hier wieder von "Mit einem Prüf- oder Teststrahler, einer schwachen radioaktiven Strahlenquelle, wird in Betrieben die Funktion von Strahlungsmessgeräten kontrolliert." die Rede ist :unknw:

Norbert

#46
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Herne und Witten: Strahlen...
Letzter Beitrag von Lennart - 12. September 2026, 08:26
Qualitätsjournalismus...  :)

Im WDR-Artikel heißt es:

"Die betroffene Firma nutzt laut Feuerwehr das Cäsium vermutlich als Prüfstrahler. Damit kann geprüft werden, ob ein Strahlungsmessgerät funktioniert."

und

"Bei der betroffenen Firma wird dann ein verdächtiger Behälter gefunden. So groß wie ein Schuhkarton [...]"

Okay, mit einem Teststrahler für einen Geigerzähler – so würde ich mal behaupten – ist es eher unwahrscheinlich, eine akute Strahlenkrankheit mit Übelkeit zu entwickeln. Was natürlich hellhörig macht, ist die Größe des Gegenstandes. Schuhkarton klingt nicht nach "Prüfstrahler für einen Geigerzähler", sondern eher nach Troxler-Sonde.

Im (gesperrten) zweiten WAZ-Artikel steht dann:

"Noch ist unklar, warum der Prüfstrahler umgekippt ist. Laut Heiko Szczepanski werden sie zum Beispiel dafür eingesetzt, Rohre zu überprüfen."

Herr Szczepanski ist der FW-Sprecher. Rohre überprüfen ist natürlich eine andere Dimension, als irgendein Teststrahler für den Geigerzähler.


Das Firmengelände muss hier irgendwo liegen, der Betroffene wurde in diesem Wohngebiet untersucht.

Tatsächlich nennt z.B. die Firma "Ruhrpumpen" Radiografie und Röntgen als Kompetenz auf der Website.
#47
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Herne und Witten: Strahlende S...
Letzter Beitrag von NoLi - 11. September 2026, 21:20
" Herne und Witten : Strahlende Substanz beschäftigt Feuerwehren stundenlang

Stand: 11.09.2026, 20:45 Uhr

In Herne und Witten hat die Feuerwehr heute stundenlang nach Hinweisen auf eine unbekannte Substanz gesucht.

Gegen 13 Uhr 30 klingelt bei der Feuerwehr Herne das Telefon. Am Apparat eine Person mit Übelkeit. Kurze Zeit später startet die Feuerwehr einen ABC-Einsatz. Vierzig Minuten danach geht auch bei der Feuerwehr Witten ein Anruf ein. Im Industriegebiet hätte es einen Betriebsunfall gegeben. Auch hier rücken die Feuerwehrleute aus, etwa fünfzig Beamte sind im Dienst.

Beide Einsätze haben etwas gemeinsam: die Betroffenen sprechen von einer radioaktiven Substanz, die in einem Betrieb in Witten aufgetaucht sein soll. Der Mensch aus Herne war wohl mit ihr Kontakt gekommen. Die Feuerwehr wird aber später bei ihm keine Verstrahlung feststellen.
Verdächtiger Behälter: so groß wie ein Schuhkarton

Bei der betroffenen Firma wird dann ein verdächtiger Behälter gefunden. So groß wie ein Schuhkarton, wie die Feuerwehr Witten dem WDR später mitteilt. Und tatsächlich: der Behälter strahlt. Worum es sich genau handelt, können die Beamten aber lange nicht feststellen.

Um ihn herum wird ein Sicherheitsabstand von 100 Metern eingerichtet. Der schuhkartongroße Behälter wird dann in einen Strahlenschutzbehälter gepackt. Mittlerweile ist klar: bei der strahlenden Substanz handelt es sich um Cäsium. Das Alkalimetall kann in verschiedenen Formen auftreten. Als Cäsium 137 ist es radioaktiv.
Einsatzkräfte der Feuerwehr auf dem Industriegelände in Witten.

In Witten soll in einem Industriepark an der Stockumer Straße radioaktiver Stoff ausgetreten sein.
Bildquelle: Fernandez / News4 Video-Line TV

Die betroffene Firma nutzt laut Feuerwehr das Cäsium vermutlich als Prüfstrahler. Damit kann geprüft werden, ob ein Strahlungsmessgerät funktioniert.
Betriebsunfall noch ungeklärt

Wie es zum Austritt des radioaktiven Cäsiums kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Der Strahlenschutzbeauftragte der betroffenen Firma war heute ebenfalls vor Ort. Mittlerweile hat das Bundesamt für Strahlenschutz den Fall übernommen und klärt, was nun mit dem Cäsium passiert.

Auch in Witten mussten drei Mitarbeitende des Betriebs auf Strahlung untersucht werden. Auch sie konnten, genauso wie der Kollege aus Herne, von den Einsatzkräften "frei gemessen" werden. Gefahr besteht laut Feuerwehr Witten nicht.
Strahlende Substanz

WDR 11.09.2026 29 Sek. Verfügbar bis 10.09.2028 WDR Online
Einsatzkräfte der Feuerwehr auf dem Industriegelände in Witten.
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Unsere Quellen:

    Gespräch mit der Feuerwehr Witten
    Reporter vor Ort

Sendung: WDR.de, Strahlende Substanz beschäftigt Feuerwehren stundenlang, 11.09.2026, 20:45 Uhr
"
(https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/ennepe-ruhr-kreis/grosseinsatz-firma-raeumung-radioaktivitaet-strahlung-witten-100.html)


"Großeinsatz in Witten: Verdacht auf einen radioaktiven Stoff
Avatar photo von Redaktion 11.09.2026 - 21:03 Uhr

In Witten-Annen kam es am Freitag zu einem größeren Feuerwehreinsatz. Die Einsatzkräfte wurden am Nachmittag gegen 14.08 Uhr zu einem Gewerbegebiet an der Stockumer Straße gerufen. Hintergrund war der Fund eines Behälters mit dem radioaktiven Stoff Cäsium-137.

Der betroffene Bereich wurde vorsorglich geräumt und abgesperrt. Nach den bisherigen Informationen besteht für die Zivilbevölkerung keine Gefahr. Rund um den Behälter wurde ein Sicherheitsabstand von 100 Metern eingerichtet. Der Behälter war nach Angaben der Feuerwehr Witten ungefähr so groß wie ein Schuhkarton und wurde anschließend in einen speziellen Strahlenschutzbehälter gebracht.

    📌 Gefahren durch Radioaktivität

        Ionisierende Strahlung besitzt genug Energie, um Elektronen aus Atomen oder Molekülen herauszuschlagen.
        Trifft sie auf lebende Zellen, kann sie das Erbgut (DNA) beschädigen.
        Dies kann entweder zu langfristigen Folgen wie Krebs führen oder bei extrem hohen Dosen zu akuter Strahlenkrankheit und Gewebeschäden

Vier Personen auf Kontamination geprüft

Die Feuerwehr war mit einem größeren Aufgebot vor Ort und führte umfangreiche Messungen durch. Insgesamt wurden vier Personen mit speziellen Messgeräten überprüft und ,,frei gemessen". Dabei handelte es sich um drei Mitarbeiter des betroffenen Betriebs in Witten und eine Person aus Herne. Eine Kontamination wurde bei keiner der vier Personen festgestellt.

Eine der überprüften Personen stammte aus Herne und hatte über Übelkeit geklagt. Deshalb wurde sie vorsorglich auf eine mögliche Kontamination untersucht. Nach den bisherigen Erkenntnissen war die Person jedoch nicht kontaminiert. Zunächst hieß es, sie könnte möglicherweise Kontakt zu dem radioaktiven Stoff gehabt haben. Zu den Angaben über den möglichen Kontakt gibt es allerdings weiterhin Widersprüche. Der Einsatz in Herne hatte bereits gegen 13.30 Uhr begonnen – rund 40 Minuten bevor die Feuerwehr Witten alarmiert wurde.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Trotz des umfangreichen Einsatzes bestand beziehungsweise besteht nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr für die Bevölkerung. Durch die 100-Meter-Absperrung rund um den Behälter wurde verhindert, dass Menschen in den Gefahrenbereich gelangen. Zunächst war für die Einsatzkräfte offenbar nicht eindeutig feststellbar, um welchen radioaktiven Stoff es sich handelte. Bei weiteren Untersuchungen wurde schließlich Cäsium-137 identifiziert.

Nach Angaben der Feuerwehr nutzte die betroffene Firma das Cäsium vermutlich als Prüfstrahler. Damit kann beispielsweise überprüft werden, ob Strahlungsmessgeräte ordnungsgemäß funktionieren. Wie es genau zu dem Betriebsunfall kam und ob dabei radioaktives Material aus dem Behälter austrat, ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Weitere Informationen zum Einsatz und zum weiteren Umgang mit dem Cäsium-137 werden erwartet."
(https://www.derwesten.de/region/witten-verdacht-radioaktiver-stoff-id302157291.html)
In diesem Artikel: ein merkwürdiges KI-Bild von einem Strahlenmessgerät  "Messung in Witten (KI-Bild). Foto: KI-Bild"


Hörbeitrag:
"Blaulicht
Radioaktiver Stoff ausgetreten: Wittener Feuerwehr im Großeinsatz
Witten. In einem Wittener Gewerbegebiet ist ein Prüfstrahler umgekippt. Dabei trat ein radioaktiver Stoff aus. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr. Was bislang bekannt ist.
Inga Heidl
Von Inga Heidl, Redakteurin
11.09.2026, 16:22 Uhr"
(https://www.waz.de/lokales/witten/article413128887/atomarer-stoff-in-gewerbegebiet-ausgetreten-wittener-feuerwehr-im-grosseinsatz.html)


"Blaulicht
Herne: ABC-Einheit rückt aus – Strahlenverdacht in der Goebenstraße
Herne. Ein Mann fürchtet nach Feierabend, sich mit Radioaktivität kontaminiert zu haben – und ruft die Feuerwehr. 37 Einsatzkräfte rücken an.
Michael Muscheid
Von Michael Muscheid, Leiter Lokalredaktion
11.09.2026, 21:04 Uhr
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ABC Alarm Real Herne Großeinsatz Feuerwehr
In Herne gab es ABC-Alarm - die Sondereinheiten ABC und Dekontamination für Personen rückten aus (Archivbild).© WAZ | Arne Poll
KI-Stimme. Info

Wegen des Verdachts auf eine Kontamination beim Umgang mit einem Prüfstrahler ist die Feuerwehr Herne am Freitag, 11. September, gegen 15 Uhr zu einem Großeinsatz in den Ortsteil Baukau-Ost ausgerückt. Sie sperrte die Goebenstraße und untersuchte einen Mann. Schnell gab es Entwarnung.

Wie ein Feuerwehr-Sprecher gegenüber der WAZ mitteilte, hat sich ein Mann telefonisch bei der Feuerwehr gemeldet. Er sei nach der Arbeit mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen und habe befürchtet, dass er sich auf der Arbeit beim Umgang mit einem Prüfstrahler kontaminiert haben könnte. Mit einem Prüf- oder Teststrahler, einer schwachen radioaktiven Strahlenquelle, wird in Betrieben die Funktion von Strahlungsmessgeräten kontrolliert.

Die Leitstelle habe daraufhin die Einsatzkräfte beider Feuerwachen sowie die Sondereinheiten ABC und Dekontamination für Personen an die Goebenstraße geschickt. Vor Ort hätten Feuerwehrleute in Schutzanzügen Messungen durchgeführt. Weder im Umfeld noch an dem Mann selbst hätten die Einsatzkräfte radioaktive Strahlung festgestellt. Ein Notarzt habe den Mann ebenfalls untersucht und keine gesundheitlichen Einschränkungen festgestellt. Der Mann habe daraufhin weiterfahren können.

Nach anderthalb Stunden sei der Einsatz beendet gewesen, mehr habe die Feuerwehr nicht machen müssen. Insgesamt seien 37 Einsatzkräfte der Feuerwehr Herne und des Rettungsdienstes vor Ort gewesen. Die Freiwillige Feuerwehr habe währenddessen den Grundschutz der Stadt sichergestellt.
"
(https://www.waz.de/lokales/herne-wanne-eickel/article413130931/herne-abc-einheit-rueckt-aus-strahlenverdacht-in-der-goebenstrasse.html)


Norbert




#48
Termine und Veranstaltungen / Aw: Bundesweiter Warntag
Letzter Beitrag von DG0JN - 11. September 2026, 20:02
Bei uns auf dem Dorf (08428 Langenbernsdorf) hat das Handy die Alarmierung pünktlich 11 Uhr signalisiert. Ebenso waren die Sirenen (alle noch aus DDR-Zeiten) mit dem typischen Warnton aktiv. 11.45 Uhr zur Entwarnung blieb mein Handy allerdings trotz Netzempfang still. Bei meiner Frau schrillte der Dauerton beim gleichen Provider (Telekom) auch zur Entwarnung aus dem Handy. Na immerhin eine, die über die Entwarnung informiert wurde. Auch die Sirenen taten, was sie sollten.
#49
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Dosisleistungsmessgerät HF...
Letzter Beitrag von Kermit - 11. September 2026, 19:16
Zitat von: DG0MG am 10. September 2026, 11:56Die Download-Seite von AIKESI sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus:

Nur so am Rande:

Malwarebytes ist auch der Meinung, das auf der Website nicht alles "rund" läuft  ;)


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#50
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Dosisleistungsmessgerät HF...
Letzter Beitrag von Lennart - 11. September 2026, 19:01
Zitat von: ullix am 11. September 2026, 11:45Allen gemein ist, dass beta Emission stark oder gar dominierend ist. Dies aber können die Scintis nur schlecht nachweisen.

Bei der Suche nach Hotspots oder uranhaltigen Mineralien ist die Betastrahlung nicht nur nicht dominierend, sondern häufig sogar irrelevant. Zumindest dann, wenn das gesuchte Objekt nicht direkt an der Oberfläche liegt. Deswegen nutzt man bei der Prospektion nach uran- oder thoriumhaltigen Mineralen seit jeher Szintillationszähler.

Zitat von: ullix am 11. September 2026, 11:45Was passiert mit den Countrates, wenn ich einen Scinti und einen (M4001-)Tube Counter nebeneinander lege? Wer von den beiden zeigt die höhere Countrate?

Wenn ich Deinen Satz so alleinstehend beantworte: der Szintillationszähler  ;)

Das von Dir beschriebene Zählrohr ist wohl in fast jeder Situation die schlechteste Wahl. Bei vorhandener Gammastrahlung ist es einem Szintillationszähler um den Faktor *hier große Zahl einfügen* unterlegen. Wenn Betastrahlung anwesend ist, ist es einem Flächen- bzw. Fensterzählrohr weit unterlegen. Wenn Alphastrahlung anwesend ist, sieht es davon gar nichts. Energiekompensiert ist es auch nicht. Der einzige Vorteil liegt vielleicht darin, dass das 0815-China-Zählrohr eine einigermaßen hohe Dosisleistung verkraften kann, bevor es gesättigt ist.

Dein Vorschlag, mit K-40 die Empfindlichkeit zu testen, ist auch nicht gerade aussagekräftig. Mein Bosean FS-5000 (J321-Zählrohr) zeigt an einem Beutel Pottasche kaum etwas an, insbesondere bei einer zügigen Messung. Erst wenn man das Gehäuse aufschraubt und das nackte Glaszählrohr mit dem Beutel in Kontakt bringt, steigt die Zählrate merklich. Das ist dann EIN Szenario, wo so ein Zählrohr dem Szinti voraus ist. Welche Aussagekraft hat das? Ich könnte jetzt auch sagen, wir testen mit 1,85 MBq C-14. Was sieht das J321 des Bosean davon? Nahezu nichts. Was sieht der Szintillationszähler, der empfindlich für niederenergetische Photonenstrahlung ist? Die zwanzigfache Zählrate der Hintergrundstrahlung. Das Beispiel ist aber genau so wenig aussagekräftig.