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#41
Interessanter Artikel, Norbert!

Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 19:01Die Strahlenbelastung beim Einsatz von Atomwaffen wäre um ein Vielfaches höher als bei einem jetzt geübten Vorgehen nach einem Reaktorunfall, bei dem Radioaktivität austritt. Rein messtechnisch würde man aber nicht anders vorgehen müssen.

Stimmt der letzte Satz (meine Hervorhebung)? Würde nicht bei einem Atomwaffeneinsatz sowohl die hohe Hintergrundstrahlung als auch andere Isotope gerade die Alpha- und Betawerte verfälschen? Ganz abgesehen von der erhöhten Gefahr der Kontamination sowohl der Proben als auch der Testumgebung durch Fallout?
Und würden diese Messgeräte aufgrund der Strahlung Fehler anzeigen, oder ist das nur bei Dosimetern (Sättigung der GM-Zählrohre mit Anzeige zu geringer Werte) der Fall?

Ich frage mich, ob die heutigen zivilen Messgeräte für Lebensmittelkontrollen für den A-Fall überhaupt ausgelegt sind, da man ja diese Problematik in den letzten Jahrzehnten nicht gerade als prekär angesehen hat.

Grüsse, David
#42
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Measall KC761, KC761B
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 17:03

https://deepace.net/applying-custom-gamma-energy-calibration-on-kc761x/

Zur Energiekalibrierung sind mindestens 4 oder mehr unterschiedliche Einzel-Gamma-Prüfstrahler erforderlich oder ein professioneller Mischstrahler, was auf Grund der Bestimmungen der Strahlenschutzverordnung für Citizen Science (Privat)Anwender nicht in Frage kommt.
Oder man beauftragt dazu einen professionellen Dienstleister mit der entsprechenden strahlenschutzrechtlichen Umgangsgenehmigung.

Norbert
#43
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 16:51


Zitat von: DL8BCN am 14. Januar 2026, 13:18Auch komisch das in dem Zusammenhang von Stoffmengen / Konzentrationen pro Liter gesprochen wird und nicht in Bq/l.
Man müsste das umrechnen können, oder ist das so wenig, das man es nicht radiologisch messen kann?
Die Hauptmasse (g) von Uran stellt das U-238 dar, nämlich 99,28 %, dann folgt U-235 mit 0,72 %. Die Masse von Uran-234 ist vernachlässigbar.

1 mg Natururan hat eine Aktivität von 25 Bq U-235 + u-238, die reine U-238 Aktivität beträgt 12,4 Bq.

Da die Hauptgefahr von Uran im Körper durch seine chemische Toxizität und nicht durch seine Radioaktivität geprägt ist, wird der Grenzwert wie bei allen nicht radioaktiven Chemikalien/Elementen in µg/l angegeben.

Norbert
#44
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Measall KC761, KC761B
Letzter Beitrag von bg8npk - 14. Januar 2026, 15:26
Zitat von: Petermarchl am 05. Januar 2026, 16:33Gibt es irgendwo ein tutorial zur Kalibrierung mit der custom gamma calibration Funktion? Wenn 7xh das versuche sind die peaks komplett verschoben...

https://deepace.net/applying-custom-gamma-energy-calibration-on-kc761x/

Maybe this page will help you to calibrate your device?
#45
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Measall KC761, KC761B
Letzter Beitrag von bg8npk - 14. Januar 2026, 15:25
Zitat von: Carcosa am 03. Januar 2026, 12:09habe ein Problem mit meinem KC761C und den Spektren in InterSpec:

die CPS werden nach der Peakbestimmung nicht ausgelesen/ermittelt.

https://www.directupload.eu/file/d/9153/vdxh2r3o_png.htm

Zudem ist mir aufgefallen, dass die Spektren die man bei einem manuellen Abspeicherung erhält ganz anders verlaufen als das Spektrum das man über BT und die Measall App herunter geladen hat:

https://www.directupload.eu/file/d/9153/zfysh9mv_png.htm

Grün ist das manuelle Multichannel und das schwarze ist das was ich aus der App mit Bluetooth heruntergeladen habe. Es ist garantiert dieselbe Messung, Start und Endzeitpunkt sind identisch/ und es gab nur eine Messung die auf der microSD-Karte manuell abgespeichert wurde....

Wir untersuchen derzeit die Gründe für die hier festgestellten Abweichungen. Der Energiekalibrierungsalgorithmus auf KCSDI unterscheidet sich jedoch geringfügig von dem auf diesem Gerät, und wir überlegen, wie eine vollständige Synchronisierung der Energiekalibrierung zwischen den beiden unterschiedlichen Modi erreicht werden kann.
#46
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL8BCN - 14. Januar 2026, 14:10
Manche Wasserwerke im Harz sollen Probleme mit Uran im Wasser haben.
Da werden es aber die natürliche Erze sein, die das Uran an Wasser in den wasserführenden Schichten abgibt.
Wobei metallisches Uran wohl kaum wasserlöslich sein dürfte.
Es werden eher Uransalze sein, oder?
Das wird vermutlich nicht mit Dünger im Zusammenhang stehen.
Man müsste ergründen, wo in Deutschland der meiste Phosphatdünger eingesetzt wird.
Und dort die Trinkwasseranalysen der Wasserwerke anschauen.
Bei mir zu Hause gibt das Wasserwerk neuerdings auch den Urangehalt an.
Offensichtlich gibt es dazu eine neue Pflicht.
Bei mir ist der Wert aber unter der Nachweisgrenze von 0,1 µg/l.
Grenzwert ist wohl 10 µg/l .
So, nun sind wir von radioaktiven Fossilien zum radioaktivem Wasser gekommen, sorry...
Habe dazu noch das gefunden, etwas älter: https://www.bs-energy.de/wp-content/uploads/2022/02/Uran_im_Trinkwasser.pdf
#47
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL3HRT - 14. Januar 2026, 13:27
Zitat von: NoLi am 14. Januar 2026, 13:01einzig mit dem krebserregenden Cadmium hatte es der Gesetzgeber geschafft, dieses aus dem Dünger zu verbannen.
Der Cadmiumgehalt beim untersuchten Dünger lag bei 18,8 mg/kg. Ab 20 mg/kg besteht Kennzeichnungspflicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt  ;).
#48
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL8BCN - 14. Januar 2026, 13:18
Auch komisch das in dem Zusammenhang von Stoffmengen / Konzentrationen pro Liter gesprochen wird und nicht in Bq/l.
Man müsste das umrechnen können, oder ist das so wenig, das man es nicht radiologisch messen kann?
#49
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 13:01
Zitat von: DL8BCN am 14. Januar 2026, 10:27..
Die Schwermetalle werden bei der Düngerherstellung offensichtlich aus wirtschaftlichen Gründen nicht abgetrennt.
Da kommen viele Tonnen Uran auf die Felder.
Ich denke das wissen die wenigsten.
Noch nicht mal die meisten Landwirte.
Die Agrarlobby wehrt sich bis heute noch vehement gegen die Einführung eines Uran-Grenzwertes für mineralische Düngemittel; einzig mit dem krebserregenden Cadmium hatte es der Gesetzgeber geschafft, dieses aus dem Dünger zu verbannen.
Aus den Verkaufs- und Verbrauchsdaten wurde ein Uraneintrag in deutsche Böden von ca. 100 Tonnen/Jahr ermittelt. Und weil der Dünger gut wasserlöslich sein soll, führt dies allmählich bei intenstiv landwirtschaftlich genutzten Flächen zu Problemen, den Trinkwassergrenzwert von 10 µg/l (Erwachsene) bzw. 2 µg/l(Babies/Kleinkinder) einzuhalten, so dass bei den betroffenen Wasserwerken weniger uranhaltiges Fremdwasser zugemischt werden muß.

Norbert
#50
Au fein, eine deutsche Anleitun habe ich schon lange gesucht.

Vielen Dank
Bernd