Neueste Beiträge

#41
Gamma-Spektroskopie / Aw: Marinelli-Becher
Letzter Beitrag von DG0MG - 18. Oktober 2026, 16:59
Zitat von: Lennart am 18. Oktober 2026, 12:44Im Herkules Bau- und Gartenmarkt

Prima, Herkules kenn ich nicht, aber gut zu wissen. So sollte es ja sein, dass ähnlich wie bei Müllers Pottasche das Material in gleicher Form für möglichst viele Nachbauwillige verfügbar ist.

Die XXL-PETlinge waren übrigens diese:
#42
Gamma-Spektroskopie / Aw: Marinelli-Becher
Letzter Beitrag von Lennart - 18. Oktober 2026, 12:44
Im Herkules Bau- und Gartenmarkt gibt es diese Flaschen ebenfalls, zu finden bei den AdBlue-Kanistern für 0,99 €.
#43
Russische Strahlungsmessgeräte (UdSSR, RU) / Aw: RadiaCode Zero
Letzter Beitrag von Lennart - 18. Oktober 2026, 12:39
Ich habe neulich in der Nähe von Rittersgrün einen kleinen Krümel Uraninit gefunden, ca. 25 x 20 x 20 mm groß. Der Anzeigewert mit einem RadiaCode-102 (ohne Silikonhülle) liegt im Kontakt zu beiden, flachen Seiten bei jeweils ca. 300 µSv/h. Okay, das ist nicht schlecht. Mit Silikonhülle sinkt der Wert auf ca. 230 µSv/h.

Dann habe ich mal mit dem Zero (ohne Silikonhülle) gemessen und tatsächlich waren die Werte gar nicht so viel höher. Ungefähr 330 µSv/h war der Anzeigewert. Nicht weiter verwunderlich, da das Gerät etwas empfindlicher für Betastrahlung ist. Wenn man auch hier die Hülle nutzt, landet man bei lediglich 200 µSv/h, was schon eine sportliche Verringerung der Messwerte darstellt.

Mit dem Automess AD6/E misst man im Kontakt gute 150 µSv/h.

Man kann sich immer über Sinn und Unsinn solcher Kontaktmessungen streiten, natürlich ist auch die Detektorgeometrie völlig anders und der Abstand zum Referenzpunkt usw.

Es ist aber interessant, was für einen eklatanten Effekt die Silikonhülle auf die Messwerte hat, wenn Betastrahlung im Spiel ist. Ich hatte jetzt keine Bügelmessschraube zur Hand, daher kann ich nur die Werte eines analogen Messschiebers nennen. Diese liegen auf der Unterseite der Silikonhülle (Detektor-Referenzpunkt) bei bis zu 1,9 mm. Oben ist es deutlich weniger, dort misst man ca. 0,9 mm.

Ich habe noch ein kleines Experiment mit einer "reinen" Betaquelle gemacht. Vor weit über 30 Jahren hatte die mal 0,1 µCi. Hierbei habe ich nicht die Zählraten verglichen, sondern nur die Dosisleistung. Bei der Betastrahlung von Sr90 + Y90, mit einer Energie bis zu 2,28 MeV, reduziert die Silikonhülle die angezeigte Dosisleistung des RC-Zero um knapp 72 %.
#44
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von DG0MG - 18. Oktober 2026, 11:39
Zitat von: DG0MG am 06. Oktober 2026, 20:53Im Datenbestand taucht 17039 Trollenhagen bei Neubrandenburg mit der Sondennummer 130711451 auf.
Aktuell noch als "DEFEKT" und mit falschen Koordinaten (3007.11 589.28)  :unknw: , aber das wird sicher noch korrigiert.

Die Koordinaten der Sonde Trollenhagen sind jetzt auf 53.6° N 13.3° E korrigert und damit schlüssig. Die neue Sonde wird also zukünftig irgendwo auf dem Flugplatz stehen.


Es ist auch wieder eine Sonde verschwunden, und zwar die Sonde Bad Salzungen:


Sie ist seit etwa 1 Woche nicht mehr in der Messstellenliste vorhanden. Mal sehen, ob die noch mal wiederkommt - ich denke nicht. Leider war bisher wohl niemand dort.


#45
Objekte und Stoffe / Aw: Radiumbecher, Radium-Emana...
Letzter Beitrag von exicator - 18. Oktober 2026, 10:39
... sichtbare Menge (;-).
Und ja, aus heutiger Sicht unvorstellbar ...
Grüsse aus Berlin
Ralf
#46
Gamma-Spektroskopie / Aw: Marinelli-Becher
Letzter Beitrag von DG0MG - 18. Oktober 2026, 10:30
Meinen "Quellwasser-Marinelli" aus Beitrag #111 hab ich jetzt rund 2,5 Jahre benutzt und da die Frage kam: Ja, er ist auch immer noch völlig dicht. Allerdings hat er innen einen Algenbelag wegen des zeitweise herumstehenden Wassers bekommen.  :(

Bei der gelegentlichen Benutzung ist mir negativ aufgefallen, dass er zu schwer ist. 5 Liter Wasser sind schon recht unhandlich zu tragen, wenn der Weg von der Quelle zum Auto ein Stück zu laufen ist. Das ist bei der Thierbergquelle, bei der Quelle im Steinbachtal oder in Plesna der Fall - so günstig wie in Bad Schlema an der Gleesbergquelle ist es eben nicht überall. Für den Fall, dass man das gezapfte Wasser mal zum Erhalt der Radonkonzentration in einer Kühltasche transportieren wollte, ist er auch zu groß.

Wenn ich also einen "neuen" Quellwasser-Marinelli "Generation 2" bauen wollte, müsste der kleiner sein. Nun denkt man ja, dass die Auswahl eines kleineren Gefäßes kein großes Problem darstellen sollte. Aber so einfach isses nicht, ein paar Anforderungen gibt es schon. Den verschließbaren XXL-PETling als Behälter für den RadiaCode wollte ich beibehalten, das hat sich als Schutz gut bewährt.

Es sollte ein Gefäß sein, das
  • zwischen 1,5 und 2 Liter Volumen hat
  • aus Plastik ist
  • leicht ist
  • transparent ist
  • möglichst rund ist
  • nicht schlank und hoch, sondern eher dick und kurz ist
  • halbwegs gut transportierbar ist (z.B. im Rucksack)
  • einfach, aber dicht verschließbar ist
  • breit verfügbar ist (Kaufland, Lidl, ALDI etc.)
  • billig ist

wobei die Transparenz auch nur 'nice to have' ist.

Letztendlich komme ich bei der Suche immer bei solchen LDPE-Laborflaschen raus: https://www.ebay.de/itm/292856113017
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Aber 14 EUR für so eine Flasche finde ich jetzt etwas unangemessen. Das führt nicht dazu, dass den Messbehälter nachher jemand 'mal eben' nachbaut.

Eventuell wäre diese "Coca-Cola-Zero"-Flasche geeignet:
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(https://en.wikipedia.org/wiki/Two-liter_bottle#/media/File:Black_and_white_Coke_Zero.jpg)

Diese scheint es aber in DL nicht zu geben. Eine normale Einweg- oder Mehrweg-Sprudelwasserflasche fand ich nicht geeignet, die ist im Durchmesser zu dünn.

Ich habe dann eine 2-Liter-Flasche mit destilliertem Wasser bei DM gefunden: https://www.dm.de/p/d/1413572/denkmit-destilliertes-wasser

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Diese Flasche kommt schon sehr in die Nähe des Gesuchten, zwar ist sie nicht rund und hat so einen eigeprägten Henkel, aber immerhin billig und vmtl. breit verfügbar.

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In den Boden der entleerten Flasche kommt erstmal ein Loch:

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Der Außendurchmesser des PETlings ist 43 mm, das Loch muss also kleiner sein. Danach wird der Kunstoff um das Loch mit einem Brenner vorsichtig erwärmt, so dass er weich wird und der PETling leicht eingedrückt werden kann:

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Eingeklebt und abgedichtet habe ich wieder mit meiner Lieblingsschmatze "SOUDAL FIX ALL Flexi"
https://www.soudal.de/pro/produkte/klebstoffe/montage-und-konstruktionskleber/fix-all-flexi
Es dauert zwar eine ganze Weile bis der ausgehärtet ist, aber er bleibt elastisch wie Gummi und scheint auch UV-Stabil zu sein. Der PETling wird rundherum mit dem Kleber benetzt und dann in die Endpositiion eingeschoben.

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#47
Szintillatoren / Aw: Scionix Szintiilationsdete...
Letzter Beitrag von ABel - 18. Oktober 2026, 10:25
Hallo Bernd,

im Beitag #153 ist das Schema des 10x-Tastkopfes zu sehen. Der 100x-Tastkopf hat für den Widerstand RiTK1 den Wert 99MOhm (statt 9MOhm).

Tastkopf 2 dient zur Einstellung der HV. Ich stelle also das HV-Netzteil so ein, das V(HV) den gewünschten Wert hat. Dazu muss das HV-Netztel dann für V(HV)=1200V eine Spannung von 1,2*1375,7606V liefern (das hab ich aus den Simulationsergebnissen zurückgerechnet).

Gruß Andreas
#48
Szintillatoren / Aw: Scionix Szintiilationsdete...
Letzter Beitrag von Radioquant98 - 18. Oktober 2026, 09:30
Hallo Andreas,

dein Tastkopf 2 mißt aber nicht die Ausgangsspannung, sondern die Spannungseinbrüche der HV.
Messe doch nur an der Anode. Keine Ahnung, was im Simulationsprogramm da passiert.

In Natura wird es dort an der Stelle zu Einstreuungen kommen, wenn nicht vollständig abgeschirmt ist.

Jede Belastung verringert die Amplitude dier Belastungswiderstand ist R1. Aber welche Werte hast Du für den Tastkopf eingegeben?

Viele Grüße
Bernd
#49
Szintillatoren / Aw: Scionix Szintiilationsdete...
Letzter Beitrag von ABel - 18. Oktober 2026, 09:23
Hallo,

hier Mal ein Vergleich der I(C0)-Kurven. Mit angehängtem 100x-Tastkopf wird der Spitzenwert der Stromamplitude kleiner (und die Kurve verrauscht).

Kann man sagen, dass der Anodenpuls einen Teil seines Stromes durch den Tastkopf schickt, statt durch C0 und dadurch eine Schleife (Schwingung) anstößt?

Dann liegt das Ganze natürlich an dem Modell der PMT-Anode als Stromquelle mit parallelem Widerstand (R0) und Kondensator (C0).

Es bleibt die Frage: Zeigt die Simulation einen Effekt der Realität (Hardware) oder sind die Effekte allein auf das Simulationsverfahren zurückzuführen?

Gruß Andreas
#50
Objekte und Stoffe / Aw: Radiumbecher, Radium-Emana...
Letzter Beitrag von DG0MG - 18. Oktober 2026, 08:17
5 Millisievert/h (!) bei diesem Trinkapparat:


https://www.youtube.com/shorts/gQO-NSEy60M