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#42
Sachsen / Aw: Brunnen Tannenbergsthal
Letzter Beitrag von Flipflop - 21. September 2026, 11:39
 :unknw:

#43
Sachsen / Aw: Brunnen Tannenbergsthal
Letzter Beitrag von DG0MG - 21. September 2026, 11:14
Was hat die Halbwertsschichtdicke mit meiner Frage zu tun?
Oder anders: Ist mein Text wirklich deartig unverständlich oder hast Du ihn gar nicht gelesen?
#44
Sachsen / Aw: Brunnen Tannenbergsthal
Letzter Beitrag von Flipflop - 21. September 2026, 11:08
:unknw:
#45
Sachsen / Aw: Brunnen Tannenbergsthal
Letzter Beitrag von DG0MG - 21. September 2026, 10:16
Zitat von: DG0MG am 15. September 2025, 14:23
Zitat von: Lennart am 15. September 2025, 13:33Es scheint so als sei das Wasser im zweiten, dem Fluss zugewandten Becken, grundsätzlich deutlich aktiver.
Das Wasser im flussseitigen Becken hat also länger Zeit, Radonfolgeprodukte aufzubauen.

In Anbetracht der hohen DL-Messwerte an der Badewanne der Quelle Bretislav bei Plesna hab ich über dieses Thema nochmal nachgedacht.

Fragen:
  • Spielt es für die Gamma-Aktivität eine Rolle, wie groß das Becken ist?
  • Wenn 1.) "ja", wovon ist die Größe abhängig und gibt es eine optimale Größe?

1. Ja, natürlich spielt die Größe des Beckens eine Rolle. Wie wir wissen, dauert der Aufbau der gammastrahlenden (und damit mit dem RadiaCode messbaren) Zerfallsprodukte Pb-214 und Bi-214 bis zu deren Gleichgewicht rund 3-4 Stunden. Bis dahin steigt die Gamma-Aktivität. Ist das Gleichgewicht erreicht, werden aus weiterem zerfallenden Radon im Wasser genau soviele Zerfallsprodukte nachgebildet, wie wieder weiter zerfallen. Deshalb steigt dann die Gammaaktivität nicht weiter an. Die Höhe der Gamma-Aktivität über oder im Wasser muss also davon abhängig sein, wie lange das Wasser nach dem Auslauf (mit t=0) im Becken verbleibt, bis es durch den Überlauf wieder abläuft.
2. Damit ist klar, dass die Aktivität u.a. von der Durchflussmenge abhängig sein muss: Je stärker/schneller das Wasser läuft, desto kürzer verbleibt es bei gegebener Beckengröße darin und desto weniger Zeit hat es, Zerfallsprodukte aufzubauen. Umgekehrt würde ein rieeesengroßes Becken, in dem das Wasser z.B. 2 Wochen verbleibt, kontraproduktiv sein, denn da sind schon 4 Halbwertszeiten vom Radon vergangen, die Gamma-Aktivität in einem entnommenen Volumen Wasser wird also von einem Maximum schon wieder abgesunken sein.
Denkt man das weiter, muss es eine Beckengröße geben, bei der das Maximum einer Gamma-Aktivität auftritt. Weitere Vergrößerung bringt keinen Anstieg mehr, noch weitere Vergrößerung bewirkt sogar wieder ein Absinken.

Meine Schlussfolgerung daraus: Die Gamma-Aktivität im Becken ist am höchsten, wenn das Beckenvolumen so bemessen ist, dass der Quellzufluss das Wasser in 4 Stunden einmal austauscht.

Beispiel:
Quelle mit 1,5 l/min: 1,5 x 60 min x 4h = 360 Liter
Quelle mit 2,5 l/min: 2,5 x 60 min x 4h = 600 Liter

Kann das richtig sein oder gibts auch andere Meinungen dazu?



#46
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: CBRN-Einsatz in Alsdorf: F...
Letzter Beitrag von NoLi - 20. September 2026, 21:49
Zitat von: bloody am 20. September 2026, 11:07Ich finde es schon sehr überraschend, dass diese Kugel als mutmaßlicher Kernbrennstoff aus Jülich identifiziert wurde. Das gehört doch nicht zum Allgemeinwissen? (hier sicherlich schon ;D )
...
Alsdorf liegt nicht weit weg vom Forschungszentrum Jülich. Auf Grund der Problematik des Kugelhaufenreaktors in der Vergangenheit mit Presseberichten sowie den jetzigen Berichten über derzeitige Castor-Brennelementkugeltransporte von Jülich in das Zwischenlager nach Ahaus kann ich mir gut vorstellen, dass auch neue Berichte mit Abbildung der Kugeln erschienen waren.

Norbert
#47
Sachsen / Aw: Wettinquelle in Bad Bramba...
Letzter Beitrag von DG0MG - 20. September 2026, 19:24
Zitat von: Radiohörer am 15. September 2026, 23:48...südlich des "Trinkhäuschens" links vor dem Fußgängertunnel unter den Gleisen findet sich ein frei zugänglicher Steintrog mit zulaufendem Rn-haltigen Wasser der auch in der Diss erwähnt und gezeigt wird. Damals noch mit Schwengelpumpe.

Das ist die "Pferdetränke", in der sächsischen Denkmalliste mit der Nummer 08980113 geführt: https://denkmalliste.denkmalpflege.sachsen.de/CardoMap/Denkmalliste_Report.aspx?HIDA_Nr=08980113

Auf dem Trog steht die Jahreszahl 1783 und Štěpánka Turnová gibt die Aktivität des Wassers mit 1996 Bq/l an.

Die Schwengelpumpe könnte noch DDR-Requisit gewesen sein, aber ob nun gerade ein Edelstahl- Auslaufrohr mit auf dem historischen Becken festgedübelter Vierkantplatte ein denkmalschutzgerechter Ersatz ist, wage ich zu bezweifeln.

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#48
Europa und der Rest der Welt / Aw: Naturwunder in Ungarn: Das...
Letzter Beitrag von megapull - 20. September 2026, 15:27
Ich war als Kind ein paar Mal dort. Es ist ein sehr bekannter Ort, und eine meiner Kindheitserinnerungen ist, dass ich dort fast nur Deutsch hörte :D Außerdem erzählte mir mein Vater, das Wasser sei radioaktiv.

Leider ist der schönste Teil (das mittlere Gebäude am See) schon seit einiger Zeit geschlossen:

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In diesem Gebäude gibt es keinen Boden, und man könnte genauso baden, nur eben drinnen. Dort gibt es aber natürlich auch andere Angebote wie Massagesalons, Matratzen, Rehabilitationsübungen, Gewichtsbäder usw.

Gerüchten zufolge wird ein Teil des Wassers in die Pools des nahegelegenen (sehr hässlichen) Hotels geleitet. Das Hotel gehört einem klassischen Oligarchen.

Heutzutage baden die Einheimischen, ganz im Balkan-Stil, kostenlos im Abflusskanal dieses Sees, und es sieht genauso aus, wie man es sich vorstellt:

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Kein Wunder, das muss ein Riesenspaß sein.

Der Wasserdurchfluss beträgt insgesamt 30.000 bis 40.000 Liter pro Minute. Das Wasser entspringt dem Hauptdolomit der Oberen Trias und mündet an der Grenze zwischen Karstgestein und den darüber liegenden pannonischen Ton- und Sandsteinschichten in den See. Der Quelltrichter entstand vermutlich, als aufsteigendes Thermalwasser entlang der Verwerfungslinien die Ton- und Sandsteinschichten allmählich erodierte, zersetzte und so den Quelltrichter aushöhlte.

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Spaß im Jahr 1880

Anhand der im Wasser gefundenen Menge an radioaktiven Kohlenstoffisotopen konnte das Alter der Kaltwasserader – von der Infiltration bis zum Austritt – auf 5.000 bis 7.000 Jahre und das der Heißwasserquelle auf 10.000 bis 12.000 Jahre geschätzt werden.

Bei starkem Wasserdurchfluss sind die Wände mit einer 3 cm dicken, hellbraunen, gallertartigen Schicht bedeckt, die aus einer Vergesellschaftung thermophiler Actinomyceten und anderer Bakterien besteht. Lange weiße Fäden, vermutlich ebenfalls Bakterien, hängen von der Höhlendecke herab, während an der steilen Kraterwand, wo das warme Wasser an die Oberfläche tritt, fadenförmige Blaualgen von etwa 3–4 m Breite zu finden sind. Taucher entdeckten an mehreren Stellen der Kraterwand in 26–30 °C warmem Wasser einen Süßwasserschwamm, der eine Fläche von 2 m² bedeckte.

Das Wasser enthält natürlich Radon. Zwar nicht in großen Mengen, aber es wurde eingehend untersucht. Das Wasser entspringt zehn Quellen mit Temperaturen zwischen 26 und 41 Grad Celsius. Die Quellen liegen etwa 40 Meter tief, was den Ort geologisch interessant macht. In der Quellhöhle wurden 5–6 kg schwere, reine Markasitblöcke gefunden. Aufgrund dieses Beitrags habe ich mich noch einmal über den See informiert, um mein Wissen aufzufrischen. Interessanterweise handelt es sich dabei zu 99 % um eine Marketingstrategie, um mehr Besucher in die Therme zu locken. Das Wasser enthält zwar Radon, jedoch nur etwa 10 Bq/L, was selbst für ungarische Verhältnisse, die nicht radioaktiv sind, vernachlässigbar ist.

Source: https://index.hu/tudomany/egeszseg/2012/08/11/heviz/

Zum Vergleich: Das Trinkbecken der Rudas-Therme/Quelle hat eine Radonaktivität von etwa 150–300 Bq/L. Auch alle anderen bekannten Bäder wie Lukács oder Szécheny weisen Werte von mindestens 50–100 Bq/L auf.

Eger ist bekannt für sein radonreiches Thermalbad mit Aktivitätswerten im dreistelligen Bereich. Das Geodynamische Observatorium bei Sopron gilt als Naturwunder des Landes, denn in dieser unterirdischen Anlage lassen sich Radonwerte von 600.000 Bq/m³/h messen – allerdings nur, wenn man bereit ist, eine Sauerstoffmaske und einen Schutzanzug zu tragen.

Da die Anlage in Hévíz auch im Winter geöffnet ist, ist sie im Schnee besonders reizvoll, was ich selbst erlebt habe. Es ist faszinierend zu sehen, wie Flora und Fauna im Winter gedeihen, wenn das Wasser nur etwa 26 Grad Celsius hat (meiner Meinung nach nicht warm genug, um es lange zu genießen).
#49
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: CBRN-Einsatz in Alsdorf: F...
Letzter Beitrag von bloody - 20. September 2026, 11:07
Ich finde es schon sehr überraschend, dass diese Kugel als mutmaßlicher Kernbrennstoff aus Jülich identifiziert wurde. Das gehört doch nicht zum Allgemeinwissen? (hier sicherlich schon ;D )
Bei einem Würfel, der aussieht wie aus dem Haigerloch-Reaktor, ist der Wiedererkennungswert meiner Meinung nach sehr viel höher.
#50
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Herne und Witten: Strahlen...
Letzter Beitrag von NoLi - 19. September 2026, 22:06
Ein Audio-Beitrag:

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Landesamt gibt Entwarnung zum Cäsium-Behälter
Stand: 14.09.2026 • 16:24 Uhr

https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-landesamt-gibt-entwarnung-zum-caesium-behaelter-100.html

Norbert