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#41
Lebensmittel / Aw: Pottasche: Katastrophensch...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 04. September 2026, 17:59
Ich habe etwas länger mit meinem ,,Inspector" gemessen.
Jeweils 30 Minuten (1800s).
Das hat folgendes ergeben:
Nullrate / Background 1341 Imp. in 1800s = 0,745cps.
Dann mit 30g Müllers Pottasche: 16290 Imp. in 1800s = 9,05 cps brutto.
9,05 cps - 0,745 cps = 8,305 cps netto.
8,305 cps * 400 Bq/1,2 cm2 = 2768 cps für 400 Bq/cm2.
Das ergibt eine gute Näherung zu einer anderen Messung für das gleiche Gerät wo ein Wert von 2667 cps ermittelt wurde.
Und wie Norbert gerade geschrieben hat, müssen wir die ermittelten Werte heute durch 4 teilen, da der Grenzwert auf 100 Bq/cm2 herabgesetzt wurde.

Also noch mal zum Fazit:
Für 100 Bq/cm2 würde der Inspector ca. 692 cps, gerundet 700 cps anzeigen.
Wenn nach einem radiologischem Notfall mit dem Inspector an einer Person dieser Wert von 700 cps überschritten werden würde, dann müsste man die Person dekontaminieren.

PS: Wenn es mich selbst betreffen würde, würde ich wahrscheinlich schon bei kleineren Werten duschen gehen :)


#42
Lebensmittel / Aw: Pottasche: Katastrophensch...
Letzter Beitrag von NoLi - 04. September 2026, 17:52
Zitat von: DL8BCN am 04. September 2026, 16:39...
Zuerst den Detektorwirkungsgrad ermitteln.
Gehen wir heute immer noch von 525 Bq Aktivität der 30g Pottasche aus?
Die zwei gegebenen Werte sind für Müllers Pottasche 1,2 Bq/ cm2 und der Grenzwert für die Katastrophe mit 400 Bq/cm2.
Wobei die 400 Bq/cm2 sich auf kontaminierte Personen bezieht, nicht auf Lebensmittel, richtig?
...
- Den Detektorwirkungsgrad brauchen wir hierfür nicht.
- Bei einer Halbwertszeit des K-40 von 1,25 Mrd. Jahren würde ich behaupten: Ja!
- Die 1,2 Bq/cm² für die Tütchen-Aussenseite sind immer noch aktuell, aber der Grenzwert von 400 Bq/cm² wurde mit der Einführung des "Radiologischen Notfallplan des Bundes" im Jahr 2023 auf Empfehlung der Strahlenschutzkommission auf 100 Bq/cm² herab gesetzt!
- Die nun gültigen 100 Bq/cm² beziehen sich auf Menschen, Fahrzeuge und Warenverkehr, nicht aber auf Lebensmittel; bei Letzteren gelten immer noch Bq/kg.

https://dserver.bundestag.de/brd/2023/0393-23(neu).pdf
(ab Seite 255)

Norbert
#43
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von DG0MG - 04. September 2026, 16:55
Zitat von: DG0JN am 20. Oktober 2024, 10:41Unter https://www.estudanky.eu/11000-radonka-pramen-bretislav sind weitere Angaben zur Quelle aufgeführt.

U.a., dass die Quelle erst am 13. Juni 2016(!) entdeckt wurde. Das ist sehr erstaunlich in Anbetracht der extensiven Emanationsvermessungen jedes noch so kleinen Wässerchens vor etwa 100 Jahren.

Ich hatte mich schon gewundert, wie das technisch gelöst sein mochte, das Quellwasser quasi zu "halbieren", einmal für den Auslauf an der Steinpyramide und für die Edelstahlwanne. Aber der Ausfluss wird gar nicht künstlich "halbiert" sondern die Quelle sind quasi zwei Quellen, nahe beieinander. Auf der einen sitzt die Edelstahlwanne, die andere ist die Steinpyramide mit dem Ausfluss. Es sind nicht dieselben Wässer, laut dem Artikel ist das Wasser aus der Steinpyramide aktiver, als das in der Wanne.
#44
Lebensmittel / Aw: Pottasche: Katastrophensch...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 04. September 2026, 16:39
Hallo Norbert, schreibst du noch mal die Berechnungsformel dazu.
Ich möchte das Ganze auch mal für meinen RADIATION ALERT Inspector machen. Ok, in  Beitrag #3 hattest du das Verfahren beschrieben. Schaue ich mir noch mal an.
Zuerst den Detektorwirkungsgrad ermitteln.
Gehen wir heute immer noch von 525 Bq Aktivität der 30g Pottasche aus?
Die zwei gegebenen Werte sind für Müllers Pottasche 1,2 Bq/ cm2 und der Grenzwert für die Katastrophe mit 400 Bq/cm2.
Wobei die 400 Bq/cm2 sich auf kontaminierte Personen bezieht, nicht auf Lebensmittel, richtig?
Den Detektorwirkungsgrad benötige ich nicht zwingend, denke ich.
Für den Inspector gibt es hier auch schon Messwerte mit ca. 8 cps an 30g Müllers Pottasche. Ich möchte das mit meinem Gerät vergleichen.

#45
Na wennschon Bausatz, dann muss alles drin sein. Gerade die beiden Szintillatoren, womöglich mit polierten Schnittflächen sind doch nicht so einfach zu beschaffen.
#46
Ich warte immer noch auf einen Bausatz, den man komplett kaufen kann.
Meinetwegen auch nur die Elektronik ohne Szintillator und SiPm.
Vielleicht bietet Heise so etwas mal an.
#47
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Dosisleistungsmessgerät HF...
Letzter Beitrag von DG0MG - 04. September 2026, 15:38
Genau dasselbe wollte ich auch gerade schreiben. Das ist (immernoch) ein völlig taubes Ding. Der RadiaCode-110 ist mit 77 cps/μSv/h angegeben.

Aber man kann es aber auch als Fortschritt sehen: Der BRS-02 (ebenfalls chinesisch, CsI) hatte nur 2,2 cps/µSv/hr.

Eine Akkulaufzeit ohne Display von 70 Tagen geht auch schonmal in die richtige Richtung.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.
#48
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Marktneuheit: Dosisleistu...
Letzter Beitrag von Lennart - 04. September 2026, 15:30
Bei 12,75 CPS / (μSv/h) scheint es sich um einen winzigen Krümel CsI zu handeln. Da fragt man sich, warum das Gerät so ein Backstein sein muss...
#49
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Dosisleistungsmessgerät HFS-50...
Letzter Beitrag von NoLi - 04. September 2026, 15:15
Hier ein chinesisches Dosisleistungsmessgerät Typ HFS-50-CsI mit Szintillationsdetektor zum interessanten Preis von € 129.-:

https://www.amazon.com/-/de/dp/B0H1VJ8NHH?

Angebotsbeschreibungsauszug:
"【Präzise Messung】Ausgestattet mit einem Csi-Szintillator-Sensor und einem eingebauten Energiekompensationsmechanismus. Im Vergleich zu herkömmlichen Geiger-Müller-Röhren ist dieser Detektor widerstandsfähiger gegen Störungen und arbeitet stabiler. Es hat einen Messbereich von 0,01 μSv/h - 20 mSv/h mit einem Messfehler von ±10%, und es kann zuverlässigere und genauere Erkennungsdaten liefern."

Norbert
#50
Bei heise wurde kürzlich ein Myonendetektor vorgestellt, leider ist der Artikel hinter der Bezahlschranke. Der Vollständigkeit halber trotzdem ein Link:


Auch wenn man ihn nicht lesen kann, wird der Detektor in diesem Video gezeigt. Hier beschreibt heise, wie sie diesen Myonendetektor in eine Ballonnutzlast integrieren, die dann auch bis in 35 km Höhe geflogen ist.

(bei 4:20 min)