Neueste Beiträge

#41
Gamma-Spektroskopie / Aw: Cs137 im Boden, Oberbayern...
Letzter Beitrag von Carcosa - 12. Januar 2026, 21:12
vllt kommt das durch die Filter der SmartphoneApp? Werde damit nicht wirklich warm, aber für Quick&Dirty passt das schon.

Ungefiltert:
#42
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: Personendosimeter Isotrak ...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 12. Januar 2026, 19:12
Habe das Dosimeter heute bekommen.Wegen Schnee auf den Straßen kam zeitweise keine Post.Deshalb hat es länger gedauert.
Das Gerät funktioniert.Das ist die gute Nschricht.
Leider ist es so, wie Norbert schrieb, das es einen kleinen Riss im Gehäuse hat, neben der Batterieschraube.
Es lässt sich auch über den Taster ausschalten.Das Menü ist offen ;D .Der Tasterknopf aus Gummi hat sich ziemlich aufgelöst.Zum Drücken benötigt man jetzt zum Beispiel die Rückseite eines Bleistifts mit Radiergummi.Oder einen Stift für Touch- Screen.
Insgesamt ist es recht unempfindlich und zeigt ohne Nachkommastellen ab einem Mikrosievert pro Stunde an.
@ Norbert: Weißt du, wie man das Gehäuse öffnen kann? Ich möchte versuchen, den Gummipin vom Taster zu erneuern.

PS: Ich konnte es anders lösen: Ich habe einen kleinen runden selbstklebenden Gummifuß von oben auf den zu kurzen Tastknopf geklebt. Läuft wieder :yahoo:
#43
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von Peter-1 - 12. Januar 2026, 18:37
Hallo Bernd,

wenn das RbCl ein reiner Betastrahler ist, was hinterläßt der dann auf einem NaI-Kristall für ein Spektrum?

Grüße
Peter
#44
Gamma-Spektroskopie / Aw: Cs137 im Boden, Oberbayern...
Letzter Beitrag von Flipflop - 12. Januar 2026, 18:01
Jedenfalls sieht man bei 32 kev noch einen Peak der bei Cs 137 zu finden ist. Sonnst :unknw:
#45
Gamma-Spektroskopie / Aw: Cs137 im Boden, Oberbayern...
Letzter Beitrag von DocSchneida - 12. Januar 2026, 17:44
Hallo Carcosa,

Was sind da noch für andere Stoffe im Spectrum? Bei Erdboden hatte ich solch Chaos noch nie.

Gruß Alex
#46
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von NoLi - 12. Januar 2026, 17:35
Zitat von: opengeiger.de am 12. Januar 2026, 06:25...
Nun habe ich mal gerechnet, mit der Halbwertszeit und dem Atomgewicht und Massenverteilung aus Wikipedia kam ich auf eine spezifische Aktivität des Rb87 von 3160.95Bq/g, auf eine spezifische Aktivität des Rb nat. von 879.85Bq/g und eine spezifische Aktivität des RbCl von 622.10Bq/g. Die KI im Internet meint was anderes (was man aber immer hinterfragen sollte). Vielleicht kann das mal jemand ohne ,,Kopflose Intelligenz" nachrechnen.   
...
Ich komme auf eine spezifische Aktivität von RbCl von 619,4 Bq/g, habe aber einige Nachkommastellen gerundet; wie man sieht, ist die Differenz minimal.

Norbert
#47
Gamma-Spektroskopie / Aw: Cs137 im Boden, Oberbayern...
Letzter Beitrag von Carcosa - 12. Januar 2026, 16:48
Für den Radiacode gibt es den Becher recht günstig sogar beim Dings:

https://amzn.eu/d/gT0Sw7u

Der ist aus Silikon, aber funktioniert einwandfrei. Darin hatte ich auch mal eine Probe aus einem Forst gemessen, ca 15km weit entfernt von uns, ein sehr unberührtes Waldstück, da wurde ich auch fündig.

Das Problem ist wohl generell das Bi214 Signal bei ca 610keV, das kommt recht breit in den Radiacode/KC761, das muss man mit einer Hintergrundmessung immer versuchen abzuziehen.
#48
Gamma-Spektroskopie / Aw: Cs137 im Boden, Oberbayern...
Letzter Beitrag von Flipflop - 12. Januar 2026, 16:04
Hallo, das schaut doch gut aus. Nehme an ihr habt die Erde getrocknet. Ich habe nur den RC102, funktioniert aber ganz gut. Da ich immer ein wenig mehr oder weniger an Erde als Messgut habe, nehme ich meistens 2 Plastiktüten und Klemme den RC dazwischen. Müsste mal für einen Marinellibecher schauen.
#49
Zählrohre / Aw: Permanente Außensonde Vac...
Letzter Beitrag von Radioquant98 - 12. Januar 2026, 14:56
Hallo Rainer

das sollte auch reichen. Oder ein IC spinnt bei solch tiefen Temperaturen. Bei vielen ICs werden oft nur bis 0°C garantiert . Bei solchen Außenanlagen sollt man auf den garantierten Temperaturbereich schon etwas achten.

Über welchen Zeitraum war denn die Erhöhung?

Viele Grüße
#50
Gamma-Spektroskopie / Cs137 im Boden, Oberbayern/Kal...
Letzter Beitrag von Carcosa - 12. Januar 2026, 14:41
Hallo zusammen,

da ich seit 10 Jahren nun wieder in Bayern wohne und ich meinen Sohn (12) für Naturwissenschaften begeistern wollte, dachte ich es wäre vllt möglich das Tschernobyl-Cs137 aus einer Bodenprobe nachzuweisen mit dem KC761C.

Wir wohnen bei Rosenheim und die Kalkalpen sind nicht weit weg, und dieses Video hier war sehr inspirierend: https://m.youtube.com/watch?v=mXKKfdTGS3o&t=319s&pp=2AG_ApACAQ%3D%3D
Da dachte ich wir fahren mal in die Gegend und nehmen eine Bodenprobe aus 10cm Tiefe mit.

Auf der Fallout-Karte kann man auch gut sehen dass Südbayern und Österreich deutlich am stärksten betroffen waren/sind. Mit einer HWZ von 30a sollte ja noch genügend Belastung vorhanden sein um das nachweisen zu können.

Und da kommt auch gleich das erste Problem ins Spiel: ich habe die Ergebnisse in einem englischsprachigen Forum veröffentlicht und auch gleich dazu gesagt dass ich nichts quantifizieren kann, da mir die Effizienzkalibrierung fehlt, aber ich wurde trotzdem gleich gesteinigt, von Leuten die behaupteten, dass man Cs137 praktisch überall finden kann auf dem Globus, aufgrund der Kernwaffentests.
Das stimmt auch irgendwo, aber man muss dazusagen, dass die meisten oberirdischen Tests in den 50er und 60er Jahren durchgeführt wurden und hier der Zerfall nach über 2HWZ deutlich weiter voran geschritten ist und auch das Auffinden in vllt tieferen Erdschichten zu vermuten ist, obwohl Cs nicht besonders bodengängig zu sein scheint.
Vllt kann man behaupten, dass das Cs was man in den Kalkalpen findet zu einem großen Teil aus Tschernobyl kommt, da hier der räumlich und zeitliche Bezug prägnanter ist und auch die Fallout-Menge extrem war.

Aber auf die Diskussion will ich mich gar nicht so sehr einlassen: ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass ich das Cs dort in den Alpen finden kann und der Bezug zu Tschernobyl gegeben ist und ich meinen Sohnemann mit der Geschichte dazu begeistern kann.

Wir haben einen Ausflug gemacht zu "Reit im Winkel" und haben dort ein 10cm tiefes Loch gegraben und mehrere Bodenproben mitgenommen. Ich glaube der YT-Kollege war im Berchtesgadener Land, das scheint wohl der echte HotSpot zu sein, das war uns aber an dem Tag zu weit.

Immerhin kann man an der Spur des Radiacode110 schonmal sehen wo wir gegraben haben und dass es dort ein wenig "spicy" war. CPS lagen doppelt so hoch wie normal, was auch immer das heißen mag.

Zuhause haben wir dann die Erde in einen selbst-gedruckten Marinelli-Becher gefüllt und dann 16h lang gemessen. Hintergrund haben wir auch gemessen und nach gleicher Zahl an Counts vom Vordergrund abgezogen (Interspec).

Und man kann eindeutig Cs137 sehen, zwar relativ schwach im Rauschen, aber significant genug über dem Rauschen, sodass auch InterSpec den Peak von alleine erkannt hat.

Da ich bei den US-Kollegen ja zu dem Thema förmlich gegrillt wurde: ich habe auch nochmal die Erde in unserem Garten gemessen, selbe Tiefe (10cm) und ansonsten das gleiche Experiment gemacht: Bild 5 ist ein Vergleich der Bodenprobe Alpen/Garten, man kann deutlich sehen dass neben dem Peak für Bi214 im Garten kein Cs137 zu sehen war. Ich hatte mir im Garten extra eine Stelle rausgesucht wo man vermuten konnte, dass dort nicht so viel umgegraben wurde in den letzten 10 Jahren, aber der Vergleich hinkt vllt, da ich nicht sagen kann was in den 30 Jahren vor unserer Ankunft dort alles umgebuddelt/gegraben wurde....

Aber egal, es ging darum das Cs137 zu finden und das ist geglückt (qualitativ). Aber das mit der Quantifizierung ist natürlich bedauerlich, dass das so nicht möglich ist, und man wohl eine Effizienzkalibrierung benötigt. Das werde ich als Privatperson/Amateur wohl nicht machen können.

Gedanken/Einschätzungen dazu?

LG, Nico