Neueste Beiträge

#41
Gamma-Spektroskopie / Aw: Marinelli-Becher
Letzter Beitrag von Carcosa - 14. Januar 2026, 09:40
Habe mich mal in Fusion eingearbeitet, das ist ja echt ein mächtiges Werkzeug. Hier mal das erste Modell für einen KC761 Marinelli-Becher, das müsste jetzt bündig am Gerät abschließen.

Wenn ich jetzt noch einen Timeslot am 3D-Drucker meines Sohnes bekomme.... :))

STL-Dateien kann ich dann gerne teilen falls jemand von euch sowas für den KC761 benötigt.

Innenvolumen: 1.27L
#42
Suche / Graetz Sonden 18526 D & 18545 ...
Letzter Beitrag von megapull - 14. Januar 2026, 09:39
Ich suche folgende Sonden (mit Kabel), die hauptsächlich für die X5C-Serie entwickelt wurden.

Vielen Dank!
#43
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL3HRT - 13. Januar 2026, 22:29
Ich habe heute meinen großen fossilen Zahn vom Otodus obliquus in die Bleiburg gepackt und gemessen. Der Zahn wiegt 34,1 g und ist aktiver als die Tüte mit den 150 g Haifischzähnen. Die Nettozählrate liegt bei 34,2 cps, mehr als doppelt so hoch wie die Nullrate von 14,6 cps. Es ergibt sich ein sehr schönes Spektrum von Radium-226 und dessen  Töchtern.
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Im Spektrum ist der Hintergrund abgezogen. Hier drei Fotos vom Zahn mit einem ScaleCube zum Größenvergleich.
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Ich habe gestern die KI zu diesem Thema befragt. Interessant ist die Antwort auf meine Frage:  "Sind Haifischzähne häufiger radioaktiv als fossile Knochen?"
siehe Link

#44
Gamma-Spektroskopie / Aw: Cs137 im Boden, Oberbayern...
Letzter Beitrag von Carcosa - 13. Januar 2026, 22:29
https://www.unibas.ch/de/Aktuell/News/Uni-Research/Neue-Karte-fuer-radioaktive-Belastung-von-Boeden-in-Europa.html

(danke Radiohörer fürs Teilen)

...ich habe in 10cm Tiefe gegraben, Trüffel habe ich dabei (leider) keine gefunden :-)

In dem YT Video das ich verlinkt hatte, wurde ja auf diesen Sachverhalt hingewiesen, dass das Cs nicht besonders bodengängig ist, und deshalb die Schichten von 10-20cm bessere Aussichten auf Tschernobyl-Fallout haben.

Er hatte ja echt stolze Werte gemessen da in den Kalkalpen: bis zu 2180Bq/kg
#45
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von NoLi - 13. Januar 2026, 20:33
Zitat von: opengeiger.de am 13. Januar 2026, 18:56Ja, und genau deswegen ist es ja auch ne Challenge für die Citizen Science Messgeräte  ;) . So ein gutes Soft Beta Pancake hat schon so seine Daseins-Berechtigung in der Sammlung.  ;D
Die ganzen Geräte mit Zählrohren M4011, J321, SBM-20 u.ä. haben eine untere Beta-Emax-Grenze von 400 keV - 500 keV, weil sie eine Wandstärke (Glas/Metall) von ca. 500 mg/cm² Flächenbelegung aufweisen, und scheiden somit für Rb-87 schon mal aus. Die Pancake-Zählrohre besitzen ein Mica-Fenster von ca. 2 mg/cm² (US-Typen) und ein Glas-Fenster von etwa 4 - 6 mg/cm² (Russentypen, z.B. Beta-2-1 und Beta-2-2).

Zitat von: opengeiger.de am 13. Januar 2026, 19:01Und was ich zu meinem Entsetzen gerade auch feststellen muss, mein LB1210B lässt sich von dem RbCl kaum beeindrucken. Er geht von 11cps Background auf vielleicht 15cps hoch  :o
LB1210B mit Propan-Butan-Detektor (Folie mit 0,4 - 0,9 mg/cm²) oder Xenon-Detektor (Folie mit 5 mg/cm²)? :unknw:
5 mg/cm² entspricht einer Dicke von 0,01 mm und somit der Absorptionsdicke der um die 70 keV-Elektronen der größten Häufigkeit, bleiben somit nur die wenigeren Elektronen mit deutlich höherer Energie zur Detektion...somit erklärt sich die Unempfindlichkeit eines Xenon-Detektors für Rb-87. Die Empfindlichkeit des Propan-Butan-Detektors wird deutlich besser sein.

Norbert
#46
Gamma-Spektroskopie / Aw: Cs137 im Boden, Oberbayern...
Letzter Beitrag von NoLi - 13. Januar 2026, 19:24
Zitat von: Carcosa am 12. Januar 2026, 14:41...
Und da kommt auch gleich das erste Problem ins Spiel: ich habe die Ergebnisse in einem englischsprachigen Forum veröffentlicht und auch gleich dazu gesagt dass ich nichts quantifizieren kann, da mir die Effizienzkalibrierung fehlt, aber ich wurde trotzdem gleich gesteinigt, von Leuten die behaupteten, dass man Cs137 praktisch überall finden kann auf dem Globus, aufgrund der Kernwaffentests.
Das stimmt auch irgendwo, aber man muss dazusagen, dass die meisten oberirdischen Tests in den 50er und 60er Jahren durchgeführt wurden und hier der Zerfall nach über 2HWZ deutlich weiter voran geschritten ist und auch das Auffinden in vllt tieferen Erdschichten zu vermuten ist, obwohl Cs nicht besonders bodengängig zu sein scheint.
Vllt kann man behaupten, dass das Cs was man in den Kalkalpen findet zu einem großen Teil aus Tschernobyl kommt, da hier der räumlich und zeitliche Bezug prägnanter ist und auch die Fallout-Menge extrem war.
...
Die Herkunft des aufgefundenen Cs-137 zu beurteilen, ist leider sehr diffizil, guckt Du hier:

https://www.scinexx.de/news/biowissen/raetsel-der-radioaktiven-wildschweine-geloest/

Norbert
#47
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 13. Januar 2026, 19:01
Und was ich zu meinem Entsetzen gerade auch feststellen muss, mein LB1210B lässt sich von dem RbCl kaum beeindrucken. Er geht von 11cps Background auf vielleicht 15cps hoch  :o
#48
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Lebensmittelüberwachung Nuklea...
Letzter Beitrag von NoLi - 13. Januar 2026, 19:01
Wird leider immer aktueller:

Lebensmittelüberwachung Nuklearkatastrophen-Übung im Kreis Oldenburg – Was ist nach dem Fallout noch essbar?
(https://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/nuklearkatastrophen-uebung-im-kreis-oldenburg-atomschlag-oder-reaktorunfall-was-nach-dem-fallout-noch-essbar-ist_a_4,2,2349100358.html)

" Lebensmittelüberwachung Nuklearkatastrophen-Übung im Kreis Oldenburg – Was ist nach dem Fallout noch essbar?

In einer einwöchigen Übung simuliert das Veterinäramt des Landkreises Oldenburg die Probenentnahme bei Gemüse nach einer Nuklearkatastrophe. Was ist nach dem radioaktiven Fallout noch essbar?
Thorsten Konkel
09.10.2025, 18:27 Uhr

In der Gärtnerei von Peter Kluin (links) nimmt Lebensmittelkontrolleur Kai Thienel Blattgemüseproben. Die Solidarische Landwirtschaft am Landschulheimweg in Sandkrug ist nach einem fiktiven Reaktorunglück eine der Probenentnahmestätten der IMIS-Strahlenschutzübung.

    Das Veterinäramt des Landkreises Oldenburg übt eine Woche lang die Probenentnahme bei Gemüse nach simuliertem radioaktivem Fallout infolge einer Nuklearkatastrophe.
    Teil der bundesweiten IMIS-Übung: Täglich werden im Landkreis je zwei Kilogramm Gemüse von verschiedenen Feldern entnommen und beim LAVES Oldenburg auf Radioaktivität untersucht.
    Die jährliche Übung dient der Vorbereitung auf reale Ereignisse; die Überwachung der Umweltradioaktivität wird laufend fortgeführt, auch mit Proben von Geflügelfleisch, Getreide und Grünkohl.

Kreis Oldenburg/Sandkrug/Düngstrup/Hude - Das Szenario ist schockierend: Nuklearkatastrophe in Schweden – nach der Reaktorexplosion schwebt eine radioaktive Wolke bereits über dem Weser-Ems-Gebiet. Es kommt zum Fallout, radioaktivem Niederschlag. Wie hoch ist die Strahlenbelastung im Landkreis Oldenburg? Können Gemüse oder Milch noch verzehrt werden?

Wozu das Messsystem dient

Zum Glück ist all das nur die Grundlage der bundesweiten ,,IMIS-Übung" zur Überwachung der Umweltradioaktivität, an der in dieser Woche auch die Lebensmittelüberwachung vom Veterinäramts des Landkreises Oldenburg teilnimmt. ,,IMIS" ist das integrierte Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt vom Bundesamt für Strahlenschutz. Es wurde nach dem Reaktorunglück von 1986 in Tschernobyl eingeführt. Seitdem werden bundesweit und regelmäßig Umweltproben genommen und auf Radioaktivität untersucht. Bund und Länder arbeiten dabei eng zusammen.

Zivile Übung von aktueller Bedeutung

In der Übungswoche laufen die Probenentnahmen im ,,Intensivbetrieb", erläutert Veterinär Dr. Gero Leiner. Die Übung diene der Vorbereitung auf mögliche reale radiologische Ereignisse und solle sicherstellen, dass die Strahlenbelastung der Bevölkerung so gering wie möglich bleibt. Geübt werde jährlich routinemäßig.

Doch leider sei es so, dass ein solches Szenario an Aktualität gewonnen habe, sagt Leiner mit Blick auf die veränderte weltpolitische Lage. ,,Und deswegen ist es auch richtig, dass wir uns Gedanken darüber machen", betont er. Dabei stellt Leiner klar: ,,Die Übung ist eine zivile Angelegenheit und wird vom Veterinäramt in Zusammenarbeit mit dem LAVES in Oldenburg durchgeführt." Das LAVES ist die Behörde des Landes Niedersachsen, die für den Verbraucherschutz und die Lebensmittelsicherheit zuständig ist.
Bei einem Nuklearunfall würde sich Lebensmittelkontrolleur Kai Thienel in geeigneter Schutzkleidung zur Probenentnahme aufmachen. So reichen aber auch Gummistiefel und Handschuhe.

Strahlung bei Atomschlag höher

Die Strahlenbelastung beim Einsatz von Atomwaffen wäre um ein Vielfaches höher als bei einem jetzt geübten Vorgehen nach einem Reaktorunfall, bei dem Radioaktivität austritt. Rein messtechnisch würde man aber nicht anders vorgehen müssen.

In dieser Woche werden im Landkreis Oldenburg täglich je zwei Kilogramm Gemüse von wechselnden Gemüseanbaufeldern geschnitten, zum LAVES nach Oldenburg gebracht und ausgewertet. So ergibt sich den Behörden ein aktuelles Bild über die Gesamtlage eines radioaktiven Niederschlages, das wichtig für alle Entscheidungen in einer echten Krisen- oder Katastrophenlage wäre. Darunter auch, welche Lebensmittel noch verzehrbar wären. Ältere erinnern sich noch: Nach der Reaktorkatastrophe am 26. April 1986 in Tschernobyl standen lange Zeit auf deutschen Milchpackungen Becquerel-Werte für die Strahlenbelastung.

Wo Proben entnommen werden

Leiner: ,,Nach einem Voralarm am Freitag hatten wir Zeit, zu prüfen, wo im Landkreis aktuell Blattgemüse angebaut wird." Das sei besonders relevant, weil radioaktive Stoffe sich dort zu dieser Jahreszeit am ehesten ablagern würden.
Am frühen Mittwochmorgen war Lebensmittelkontrolleur Kai Thienel am Landschulheimweg in Sandkrug bei der Gärtnerei von Peter Kluin tätig. Auf einem Feld der drei Hektar großen Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) schnitt er Mangold. Im Ernstfall würde er dabei wohl entsprechende Schutzkleidung tragen.

Weitere Probenorte waren in dieser Woche unter anderem die SoLaWi in Grummersort (Gemeinde Hude) mit Porree und der Betrieb Debbeler in Düngstrup mit Spargel.

Dauerhafte Überwachung der Radioaktivität am Boden, in der Luft, in den Bundeswasserstraßen sowie in Nordsee und Ostsee sind eine der Lehren aus Tschernobyl. Auch nach der Übung geht es darum in Sachen Strahlenschutz weiter. ,,Routinemäßig werde ich in diesem Quartal noch Proben von Geflügelfleisch, Getreide und Grünkohl nehmen", blickt Kai Thienel voraus.

Konsequenz aus Tschernobyl-Unglück

Nach einem nuklearen oder radiologischen Ereignis – ein Unfall in einem Kernkraftwerk oder eine Atombombenexplosion –, gelangen radioaktive Stoffe in die Atmosphäre und werden durch Winde weiter verfrachtet. Regen oder Schnee waschen diese Stoffe aus und lagern sie auf dem Boden, auf Oberflächen von Pflanzen wie Gras, Obst oder Gemüse ab.

Beim Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 zeigte sich, dass die Vorbereitungen auf eine großräumige Kontamination der Umwelt nicht ausreichend waren. Das daraufhin installierte IMIS vernetzt rund 70 Institutionen (Bundesbehörden, Landesministerien und -behörden, Landesmessstellen etc.) mit hunderten Nutzern. Es dient einer schnellen Erfassung der radiologischen Lage in einer Notfallsituation. Um so Entscheidungen über Maßnahmen zum Schutz des Menschen und der Umwelt treffen zu können.
"

Norbert
#49
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 13. Januar 2026, 18:56
Ja, und genau deswegen ist es ja auch ne Challenge für die Citizen Science Messgeräte  ;) . So ein gutes Soft Beta Pancake hat schon so seine Daseins-Berechtigung in der Sammlung.  ;D
#50
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von NoLi - 13. Januar 2026, 18:06
Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 16:56Bei einer Emax-Energie der Betateilchen von 282 keV (die Hauptmenge dieser ß-Teilchen hat einer Energie um die 70 keV) wird im Gamma-Spektrometer nichts davon zu sehen sein.
So liegt die Rb-87 Reichweite der Emax-Betateilchen (282 keV) in Alu bei 0,04 mm, die der Hauptmenge (um 70 keV) in Alu bei 0,010 mm.

Norbert