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#41
Danke für die guten Fotos.
Gut ist auf jeden Fall, daß nichts zerbrochen ist, und die Polymid-Trägerplatine keinen Riss hat.

> Als Referenz sei erwähnt, dass die Kantenlänge des SiPM ca. 6 mm beträgt.

Bei 6x6mm Größe, der Bonddrähre an dieser Stelle, dem Layout des Leadframes und die Ausführung der Pin1-Markierung ist der SiPM eindeutig ein MICROFC-60035-SMT von onsemi. Pin1 ist im Foto "SiPM Macro Stack.jpg" links unten (siehe DaBla).
Als optisches Gel vermute ich Silikonfett, und der CsI(Tl) hat vmtl eine TiO2 Beschichtung. Den gibt es so fertig in CN zu kaufen.
Daß die Konstruktion mechanisches Spiel zwischen Kristall und SiPM hat, irritiert mich sehr. Das sollte nicht sein, eine konstante Koppelung ist essenziell. Für mich wäre der nächste Schritt, hier nach dem Grund zu suchen.

> Kann der SiPM durch Lichteinfluss eigentlich beschädigt werden?
Nein, das ist eine Si-Fotodiode in einem transparenten Kunststoff-Molding. Da ist nichts verbaut, was durch normale Licheinwirkung Schaden nehmen kann.

HTH
#42
@Lennart, nur reinstes Silikonöl als Koppelmedium vewenden. Dabei darauf achten, dass die Ölsorte keine Spektrallinien "verschluckt", vor allem nicht im Bereich des CsI-Szintillationsspektrums...am besten Öl von einem Szint.Sondenhersteller benutzen.
Beim Zusammenfügen von Kristall und SiPM darf sich kein Luftbläschen dazwischen befinden!

Norbert
#43
Zunächst mal danke für die Ideen und Ratschläge. Meine persönliche Befürchtung war auch, dass irgendetwas innerhalb der Detektorkapsel einen Schaden davongetragen hat, so wie es @TritiumLicht und @DG0MG ebenfalls vermuten. Geräusche beim Schütteln waren nicht zu hören, das habe ich direkt nach dem "Unfall" schon überprüft.

Ich habe jetzt mal die beiden Steckverbindungen gelöst, also in Richtung Display und Kristall. Das geht recht einfach, wenn man die Klemmen mit der Pinzette aufschiebt.

Die Detektorkapsel kann man aus der Platine herausziehen, wenn das Flachkabel gelöst ist. Der Deckel ist, soweit ich das beurteilen kann, nur zugeklemmt und wird mit einer kleinen Plastiklasche gehalten. Beim Öffnen erhält man zwei getrennte Bauteile, nämlich den Kristall inklusive seiner spiegelartigen, reflektierenden Ummantelung und den Deckel, der Anschlusskabel und SiPM beinhaltet.

Vor dem Öffnen war mir aufgefallen, dass der Deckel Spiel hat. Damit meine ich, dass der Deckel axial in Richtung des Kristalls gedrückt werden konnte. Ohne Druck rutschte er wieder in seine Ausgangsposition zurück.

Gekoppelt sind SiPM und Kristall durch eine Art optisches Gel. Wirkliche Beschädigungen konnte ich nicht erkennen. Nun spricht das "interessante" Spektrum dafür, dass die Energiekalibrierung nicht mehr so ganz optimal  ist. Ich bin relativ sicher, dass der SiPM sich ein gutes Stück auf dem Kristall bewegt hat, als das Gerät herunterfiel. Die Koppelung ausschließlich durch das Gel führt auch dazu, dass die Energiekalibrierung im Laufe der Zeit abdriftet. Besonders bei starken Erschütterungen.

Ich habe mal einige Bilder aufgenommen. Darunter auch zwei Stacks, ein mal vom SiPM und von der darunterliegenden Kristalloberfläche. Als Referenz sei erwähnt, dass die Kantenlänge des SiPM ca. 6 mm beträgt.

Wenn es dunkel ist, werde ich mal versuchen den Kristall in einer Langzeitbelichtung abzubilden. Natürlich unter dem Einfluss ionisierender Strahlung  ;)


Wenn ich das Gerät wieder zusammenbaue, wie würdet Ihr da vorgehen? Darf man die Kristall- und SiPM-Oberfläche mit Alkohol reinigen und neu einfetten? Womit? Klares Silikonöl vielleicht? Kann der SiPM durch Lichteinfluss eigentlich beschädigt werden?
#44
Interessant wäre es zu erfahren, ob man bei RadiaCode einen einzelnen mit SIPM gekoppelten Kristall als Ersatzteil bekommen kann.
Falls es daran liegt.
Das wäre dann machbar so ein Gerät zu reparieren.
Oder bieten die sogar eine Reparatur an?
Kann man die RC´s dort einschicken?
Weiß das jemand?
#45
Oh, das ist ja nicht schön.

Aber wenn man sich mal überlegt, was bei einem Fall - bei einem nicht allzuschweren Stoß - kaputt gehen kann, dann muss es etwas relativ Schweres sein. Diese winzigen Bauteile auf der Platine können doch einige 10 G überstehen. Ich bin also ganz bei @TritiumLicht und würde den Fehler in der Kapsel mit dem Szintillator suchen.
Das zugehörige Kabel mal vorsichtig vom Steckverbinder auf der Platine lösen und schauen, was passiert, ist auch keine dumme Idee. Ich denke, dass der RC das merkt und eine Fehlermeldung bringt. Das würde bedeuten, dass ab dem SiPM eigentlich alles in Ordnung ist und vielleicht der Kristall "nur" nicht mehr richtig auf dem SiPM sitzt. Kann sich das dann derartig äußern? Ich weiß es nicht.

Ich meine, zu Beginn (beim RC-101) war auch mal von einer winzigen LED im Szintillatorbereich die Rede. Wozu die gut ist, haben wir niemals geklärt, vielleicht zur internen Funktionsprüfung oder für Stabilisierungszwecke. Ich habe auf jeden Fall auch schonmal eine "große" Szintilliationssonde gesehen, die seitlich am Lichteintritt des PMT ebenfalls eine LED verbaut hatte. Nicht zur Signalisation, sondern deren Licht ging in den PMT.

MMn liegt der Fehler in der Messkopfkapsel, vielleicht nur was Mechanisches.

Edit:
siehe hier: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=13424
und hier: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=13450
#46
Der Y800 könnte ein Quarzgenerator sein.

Auf jedem Fall würde ich systematisch vorgehen und erstmal das messen, was man kann. An einen Schaltplan ist wohl nicht ranzukommen?

Viele Grüße
Bernd
#47
Tschechien (CZ) / Aw: Alte Straße zwischen Johan...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 13. Oktober 2026, 09:10
Wirklich schöne Landschaft! :)
#48
Ist der Szintillator nicht gesteckt?
Ich würde den abziehen und schauen, ob immer noch Impulse kommen. Dann ist der Fehler etwas eingegrenzt.
#49
> Quarze überprüfen wäre meine erste Idee.
Ich sehe einen Quarz bei der CPU und einen beim Bluetooth. Wenn beide Funktionen noch laufen, sind es vmtl nicht die Quarze.
Ist die schwarze Dose um den Detektor noch komplett lichtdicht geschlossen? Wenn man das Gerät schüttelt, knistert es dann leise in der schwarzen Dose?
Ich würde zunächst die Verriegelung der Buchse zum Sensor lösen, Kabel raus, ausblasen, Kabel wieder rein, Verriegelung schließen. Bei einem Sturz kann schnell mal feiner Staub in die Verbindung kommen.
Das Polymid-Kabel zum Sensor hat keine Knicke oder Unterbrechungen?
Zur Info: Hier ein Foto zum Inhalt der Sensorbox beim 102/103er:
hat: https://www.reddit.com/r/Radiacode/comments/18e2lhr/radiacode_102103_differences/
HTH!
Danke für die sehr guten Fotos!
#50
Hallo Lennart,

Quarze überprüfen wäre meine erste Idee.

Viele Grüße
Bernd